Saibene pustet kräftig durch: "Das war überlebenswichtig"

Was für ein wichtiger Sieg für den 1. FC Kaiserslautern! Nach einer Horror-Woche mit zwei Niederlagen in Folge und dem Absturz auf einen Abstiegsplatz können die Roten Teufel nach dem 2:0-Erfolg beim KFC Uerdingen doch noch einigermaßen ruhige Weihnachten feiern. Jeff Saibene mahnte aber auch.

"Alle waren mit vollem Herzen dabei"

Größer hätte der Druck vor dem Spiel kaum sein können, entsprechend fiel bei den Akteuren mit Schlusspfiff einiges ab: "Sie können sich ja vorstellen, wie erleichtert wir alle sind. Dieser Sieg tut richtig gut", sagte Trainer Jeff Saibene bei "MagentaSport", pustete dabei kräftig durch und bezeichnete den Erfolg als "überlebenswichtig". In der Tat war die Situation im Vorfeld überaus prekär, auch die Stimmung hätte nicht tiefer im Keller sein können. "Jetzt gehen wir mit ein bisschen Moral in die Winterpause", hielt Saibene fest. Gegenüber den ersten beiden Auftritten in der Englischen Woche gegen Unterhaching (0:2) und 1860 München (0:3) präsentierten sich die Pfälzer in allen Belangen deutlich verbessert. "Alle waren mit vollem Herzen dabei", lobte der FCK-Coach den nötigen Einsatz. Eine Grundtugend, die Kaiserslautern zuletzt oftmals vermissen ließ. "Mit dieser Einstellung haben wir uns die drei Punkte verdient", so Saibene.

Was ebenfalls auffiel: Es war deutlich lauter auf dem Platz, die Spieler kommunizierten wesentlich mehr als noch am vergangenen Dienstag. Der Doppelschlag durch Philipp Hercher (30.) und Marlon Ritter (34.) sorgte derweil für die nötige Ruhe im Spiel der Pfälzer, die am Ende einen überraschend souveränen Sieg einfuhren. "Die letzten Wochen haben uns viel Energie und Kraft gekostet. Umso schöner ist es, jetzt mit dem Sieg in die Feiertage zu gehen."

Saibene mahnt

Ritter war die Erleichterung nach dem Spiel ebenfalls anzumerken: "Nachdem die letzten Wochen nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorgestellt hatten, haben wir heute alles rausgehauen – auf und neben dem Platz." Die wichtigste Erkenntnis nach dem Spiel: "Wir wissen, dass es nur zusammengeht." Gegen Unterhaching und besonders gegen 1860 war der FCK zuletzt alles andere als eine Einheit. Dass es beim KFC, gegen den Lautern bislang alle fünf Drittliga-Spiele für sich entscheiden konnte, nun deutlich besser lief, führt aber auch zu der Frage: Warum geht das nicht immer so? Darüber wird in der Winterpause zu reden sein.

Vorerst ist aber eine Woche Urlaub angesagt. "Das ist auch bitter nötig", sagte Saibene nach überaus turbulenten Monaten beim 1. FC Kaiserslautern. Gleichzeit gab er aber auch den Mahner: "Der Sieg gibt uns zwar ein wenig Ruhe und Selbstvertrauen, aber alles andere dürfen wir jetzt nicht schönreden". Denn mit 18 Punkten aus 17 Spielen belegt Lautern weiterhin einen enttäuschenden 15. Platz – überwintert aber immerhin nicht unter dem Strich. Eine Tatsache, die sich unmittelbar nach der Partie gegen die Münchener Löwen nicht unbedingt angedeutet hatte. Allerdings haben alle direkten Konkurrenten noch Nachholspiele in der Hinterhand, sodass das Tabellenbild derzeit etwas verzerrt ist.

 
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