Saarbrücker Vorfreude auf Hexenkessel in Osnabrück

Nach neun sieglosen Pflichtspielen gegen Osnabrück will der 1. FC Saarbrücken endlich wieder einen Dreier gegen den VfL eintüten. Gelingt ihnen dies, blieben die Saarländer auch im sechsten Ligaspiel ungeschlagen und hätten eine knapp 22-jährige Durststrecke beendet.

"Eines der absoluten Highlight-Spiele"

Die Osnabrücker stehen laut FCS-Chefcoach Uwe Koschinat "bei den Ambitionen, die sie haben, schon ein Stück weit unter Druck, jetzt zu Hause auch liefern zu müssen". Für diese sei die Mischung aus dem verpatzten Auftakt, der Abschied von Coach Daniel Scherning, sowie dem Warten auf den neuen Cheftrainer eine "außergewöhnliche Situation", wie der 50-Jährige auf der Pressekonferenz am Freitag äußerte. Dies könne beim VfL allerdings auch dazu führen, dass man das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Dementsprechend erwartet Koschinat "ein sehr, sehr schweres Spiel. Aber für mich eines der absoluten Highlight-Spiele einer Saison, an der Bremer Brücke vor Publikum zu spielen".

Auch Ex-Osnabrück-Keeper Tim Paterok lobte die Kulisse in der VfL-Spielstätte, deren "positiv verrückte Fans", die "permanent am Pushen" seien. In der Vorsaison wurde das Heimspiel des VfL gegen den FCS wegen der Corona-Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen, weswegen sich Koschinat besonders auf den Hexenkessel freue. Damals, im Januar dieses Jahres, setzten sich die Hausherren mit 2:1 durch. Auch in den acht Pflichtspielen davor schaffte es der FCS nicht, sich gegen Osnabrück durchsetzen. Den letzten Sieg über den VfL fuhren die Saarbrücker im September 2000 in der 2. Bundesliga ein.

"Ich sehe keine Sturmprobleme"

Viele Treffer fielen in Saarbrückens Ligaspielen bisher nicht. Mit einem Torverhältnis von 4:0 fuhr der FCS in fünf Partien elf Punkte ein. Schlimm seien die relativ wenigen erzielten Tore laut Koschinat aber nicht: "Ich sehe keine Sturmprobleme. Wenn Offensivspieler zusätzlich Aufgaben bekommen, die auch sehr, sehr stark damit zusammenhängen, dass wir als gesamte Gruppe sehr kompakt sind, dass wir sehr, sehr hart gegen den Ball arbeiten müssen, dann bleiben Dinge schon mal auf der Strecke."

Gegen Absteiger Aue sei der FCS bei der Nullnummer am vergangenen Samstag größtenteils mit "gesicherten defensiven Strukturen unterwegs" gewesen. Mit dem Offensivspiel gegen die Erzgebirger ist der Cheftrainer aber nicht zufrieden gewesen. Dementsprechend fokussierte man sich in der Spielanalyse auf Letzteres.

Quartett fällt weiterhin aus

Im Abwehrbereich muss Koschinat gegen Osnabrück weiterhin auf die verletzten Dominik Ernst (Muskelbeschwerden) und Lukas Boeder (Innenbandriss im Knie) verzichten. Bezüglich des Mittelfeldaufgebots verkündete Koschinat, dass Robin Scheu nach auskurierten muskulären Problemen wieder voll mittrainierte und zur Verfügung steht. Julias Biada (Wadenprobleme) steige hingegen erst wieder kommende Woche komplett ins Teamtraining ein. Mike Frantz wird aufgrund einer Prellung gegen den VfL ebenfalls fehlen.

 
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