Saarbrücken sagt dem Abstieg den Kampf an

Im Abstiegsduell des 14. Spieltages hat der 1. FC Saarbrücken gegen die Stuttgarter Kickers mit 3:2 gewonnen. Der FCS setzte mit dem Sieg nicht nur die guten Ansätze der Vorwoche um, sondern bewies sich auch im Abstiegskampf. Beiden Mannschaften war das Bewusstsein um die Möglichkeit, einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt zu machen, anzumerken. Dabei versuchten die Stuttgarter Kickers frühzeitig, dem zu erwartenden Elan der Gastgeber mit Druck zu begegnen. Dies gelang den Schwaben mit einer schnellen Führung, die Alvarez bereits in der dritten Minute mit einem Distanzschuss besorgte. Von dem Rückstand erholte sich der FCS zunächst nicht. Erst nach 25 Minuten wurde Saarbrücken aktiver und drängte auf den Ausgleich. Nach starkem Einsatz von Plut gegen seinen zu zurückhaltenden Gegenspieler konnte er mit der Brust auf den frei stehenden Ziemer ablegen. Nachdem er bereits am letzten Wochenende getroffen hatte, gelang dem Mittelstürmer freistehend das 1:1. Was der FCS zuvor beim Gegentreffer vermissen ließ, legten die Offensivkräfte hier an den Tag.

Körpereinsatz macht den Unterschied aus

Der mühelose Torabschluss Ziemers wurde vor allem durch die Vorarbeit von Plut möglich. Sein Körpereinsatz machte den entscheidenden Unterschied aus. Drei Minuten später kam den Blau-Schwarzen das Glück zu Hilfe. Nach einem Freistoß von Eggert köpfte Stuttgarts Abwehrspieler Leist im Rückwärtsfallen aus der Spielertraube ins eigene Tor. Angesichts der Saarbrücker Druckphase kam die Führung dennoch nicht unverdient. Das Spiel gestaltete sich weiterhin lebhaft. Nach einem Ballgewinn der Kickers im Mittelfeld setzte Soriano in der 34. Minute zu einem sehenswerten Sololauf an. Nachdem er vier Gegenspieler aussteigen ließ, vollendete er zum Ausgleich. Bei der Entstehung des Tores legten die Schwaben nicht nur Kampf bei der Balleroberung an den Tag. Mit dem Solo bewiesen sie auch Spielwitz. Gleichzeitig gelang es den Saarländern trotz Mühe nicht, Soriano zu stellen und die Abwehr ließ das Durchsetzungsvermögen vermissen.

Entgegen möglicher Erwartungen eines auf die Defensive konzentrierten Abstiegsduells, erwies sich das Spiel als ereignisreich. Die muntere Partie setzte sich nach der Halbzeit nahtlos fort. Stuttgart erweckte den Eindruck, angesichts der Führung und Dominanz zu Spielbeginn, erneut das Heft in die Hand nehmen zu wollen. So scheiterte Soriano kurz nach Wiederanpfiff frei mit einem Schuss an Torwart Ochs. Die neuerliche Druckphase der Gäste blieb jedoch ohne Erfolg. Stattdessen gelang dem FCS wieder die Führung, als Hoffmann in der 58. Minute nach einer Kopfballstafette das 3:2 erzielte. Mehrere gewonnene Duelle in der Luft sorgten dafür, dass der Ball auf Hoffmanns Kopf kam und dieser etwas glücklich in die lange Ecke traf. Im Anschluss verlegten sich die Hausherren auf die Verteidigung.

Saarbrücken mit unbändigem Willen

Während Stuttgart um die Früchte seiner Arbeit fürchtete und zu einigen Torchancen kam, blieb Saarbrücken durch Konter gefährlich. Beide Mannschaften hatten hochkarätige Möglichkeiten zu weiteren Toren und kämpften aufopferungsvoll. So traf FCS-Spieler Korte nach frei vor dem Gästetorwart mit einem Heber die Latte. Auf der Gegenseite blieben die Kickers hartnäckig und scheiterten in der 79. Minute mit einem Freistoß an Ochs. Kurz darauf hielt erneut Ochs einen weiteren Schuss von Stein. Ein weiterer Konter hätte die Entscheidung bringen können. Nach einer Flanke von Göcer traf der starke Ziemer per Kopf nur den Pfosten. Mit dem Endstand von 3:2 haben sich die Saarbrücker nach langem Anlauf mit einem Sieg für den hohen Aufwand belohnt. Die erkennbaren Schwächen in der Defensive wurden mit unbändigem Willen, Laufbereitschaft und Kampfgeist ausgeglichen. Die Stuttgarter Kickers, die ebenfalls die für den Abstiegskampf erforderlichen Tugenden an den Tag legten, brachte schließlich die nicht ausreichende Verwertung ihrer Chancen um die Punkte.

FOTO: Sven Rech

   
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