Saarbrücken kommt nach toller Leistung in Runde zwei

Mit einem beeindruckenden Auftritt ist dem 1. FC Saarbrücken der Einzug in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals gelungen. Den Blau-Schwarzen gelang es, mit einer in allen Belangen herausragenden Leistung die teils nicht zu übersehende Verunsicherung des SV Werder Bremen zu nutzen. Beim 3:1 Heimsieg nahm FCS-Trainer Luginger im Vergleich zum letzten Ligaspiel in Kiel gleich vier Änderungen in der Startelf vor. So ersetzte Tim Knipping in der Innenverteidigung Marc Lerandy, als linker Verteidiger spielte Philipp Hoffmann aus dem eigenen Nachwuchs anstelle von Pascal Pellowski. Außerdem rückte Sercan Göcer für Tim Stegerer ins linke Mittelfeld sowie Tim Kruse auf die Doppelsechs für Christian Eggert, der stattdessen im Mittelfeld aufgeboten wurde. Dem damit vorrückenden Marcel Ziemer musste Thomas Rathgeber weichen. Bremens neuer Trainer Robin Dutt war aufgrund von Verletzungen ebenfalls zu Umstellungen gezwungen. So fielen bei den Hansestädtern mit Lukas Schmitz, Philipp Bargfrede und Eljero Elia drei Spieler aus.

Kaum zwingende Aktionen der Bremer

Nach einer intensiven Anfangsphase, in der die Saarbrücker ihrem Gegner bei jedem Schritt auf den Füßen standen, hatte Marcel Ziemer die Führung bereits auf dem Fuß. Nach einer Unstimmigkeit in der Bremer Hintermannschaft gelang es Clemens Fritz jedoch noch, Ziemers Schuss zu klären. Nach wenigen nennenswerten Aktionen der Gäste, z. B. einem Distanzschuss von Mehmet Ekici, gelang Nils Fischer die Führung für den FCS. Nach einem durch die Bremer Abwehr nicht ausreichend geklärten Freistoß kam der Innenverteidiger frei zum Schuss. Mit dem Seitenwechsel erhöhte Werder den Druck. Nach einer Ecke schloss Sebastian Prödl zum Ausgleich für den Bundesligisten ab, doch die zwingende Bremer Druckphase hielt nicht weiter an. So kam Saarbrücken in der zweiten Halbzeit zu hochkarätigen Möglichkeiten. Mit ihnen hätte die Partie nicht nur bereits entschieden werden können, sondern sie offenbarten auch Unsicherheiten in der Bremer Defensive. So scheiterten jeweils Korte und Göcer nach Kontern an Torwart Mielitz. Doch im Vergleich mit den Saarbrücker Angriffen zeigten sich die Offensivkräfte der Grün-Weissen wie Petersen und Füllkrug, für den zur Halbzeit Arnautovic eingewechselt wurde, noch weitaus weniger effektiv. Während von seinen Kollegen wenig zu sehen war, hatte Arnautovic kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß, vergab jedoch freistehend im Strafraum. In der folgenden Verlängerung knüpfte der FCS mit starkem Zweikampfverhalten und Balleroberungen an die reguläre Spielzeit an. Das frühzeitige Suchen des Abschlusses wurde dann in der 105. Minute belohnt. Der eingewechselte Tim Stegerer erzielte mit einem abgefälschten Distanzschuss die Führung für Saarbrücken. Werder, das auch weiterhin aus dem Spiel heraus nur zu wenigen Chancen kam, drückte jetzt mehr nach vorne. Bei einem daraus entstehenden Konter sorgte Marcel Ziemer für das 3:1. Nach sehr guter Vorlage von Kreuels war das Spiel entschieden.

Spieler nutzen ihre Chance

Während Werder Bremen zeitweise ideenlos und unsicher wirkte, hat es die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken geschafft, den bislang schwachen Saisonverlauf auszublenden. Insbesondere die von Trainer Luginger vorgenommenen Änderungen haben sich ausgezahlt und alle eingesetzten Spieler ihre Chance genutzt. Die Mannschaft hat den Eindruck gemacht, sich in dieser Formation gefunden zu haben. Auch das Überwinden des Ausgleichs, nach dem Kapitän Timo Ochs die Mannschaft unmittelbar weiter angetrieben hat, hat den Spielern mehr Selbstvertrauen gegeben.

Für das Erreichen der nächsten Runde erhält der Verein nun eine Prämie von 250.000 Euro. Je nachdem, welchen Gegner die Auslosung den Blau-Schwarzen am kommenden Samstag beschert, wäre der FCS nach der gezeigten Leistung möglicherweise sogar ein Kandidat für das Live-Spiel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

FOTO: Dieter Schmoll

   

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