RWE darf bei "Geduldsspiel" gegen Bayreuth "nicht kopflos agieren"

Mit enormer Euphorie ging es für Rot-Weiss Essen nach 14 Jahren Abstinenz zurück in den Profifußball. Die Erfolgserlebnisse waren seither allerdings rar gesät. Lediglich zwei Punkte holte man aus fünf Begegnungen. Bei Mitaufsteiger Bayreuth soll am Samstag endlich der erste Dreier her.

"Mentalität und Bereitschaft" vonnöten

Im Hans-Walter-Wild-Stadion treffen an diesem Wochenende die zwei bisher schwächsten Liga-Neulinge gegeneinander an. Im direkten Duell der Tabellennachbarn würden die Essener durch ihren ersten Saisonsieg am amtierenden Regionalliga-Bayern-Meister vorbeiziehen. Dafür bräuchte es laut RWE-Chefcoach Christoph Dabrowski die aus "Mentalität und Bereitschaft" bestehende Basis. Außerdem sei es für seine Elf notwendig, die vorhanden Qualitäten abzurufen.

Der kommende Gegner habe in den Auftaktspielen ausprobiert, Probleme spielerisch zu lösen. Von dieser Herangehensweise sei man in Bayreuth aber abgerückt. Die Franken stehen laut Dabrowski mittlerweile äußert kompakt und versuchen, ihr "Umschaltspiel umzusetzen." Bei der SpVgg habe man "bislang einige Gegentore nach Umschaltsituationen und eigenen Fehlern" kassiert.

Defensivprobleme abstellen

Dabrowski geht davon aus, dass seine Schützlinge in Bayreuth auf einen zweikampfbereiten sowie läuferisch starken Gastgeber treffen, der auch in dieser Partie auf Kompaktheit setzt und kontern will. Außerdem seien Standardsituationen ein Mittel, mit dem die Mannschaft von Trainer Thomas Kleine laut Dabrowski zum Erfolg kommen will. Dabei kann es durchaus "zu einem Geduldsspiel kommen. Dann dürfen wir nicht kopflos agieren, sondern mit der ständigen Bereitschaft, wach und voll da zu sein. So müssen wir unsere Offensivstiche setzen".

Neben den offensiven Nadelstichen wird es für RWE aber sicherlich auch wichtig sein, die defensiven Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Mit 14 Gegentoren stellt die Dabrowski-Truppe die Schießbude der Liga. Kein Team kassierte bislang mehr Treffer. Bayreuth wurde in der noch jungen Saison allerdings auch nicht gerade für seine Power vor dem gegnerischen Tor bekannt. Der bayerische Aufsteiger knipste bislang lediglich zweimal und hat somit die bislang geteilt schwächste Offensive der Liga in den eigenen Reihen.

   

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