Rückkehrer Kreuzer nach Tor glücklich: "Ein kleines Träumchen"

Durch den 3:1-Erfolg gegen Lübeck hat Dynamo Dresden die Tabellenführung ausgebaut. Besonders Niklas Kreuzer zeigte sich nach dem Sieg sehr erfreut. Derweil gibt es Sorgen um Yannick Stark.

"Hat ein geiles Spiel gemacht"

Ein halbes Jahr hatte 27-Jährige ohne Verein dagestanden, nachdem sein Vertrag in Dresden im vergangenen Sommer nach sechs Jahren nicht verlängert wurde. Aufgrund der schweren Knieverletzung von Robin Becker wurde der Außenverteidiger Ende Januar zurückgeholt und durfte gegen den VfB Lübeck direkt von Anfang an auflaufen. "Er hat ein geiles Spiel gemacht und genau das gebracht, was wir uns erhofft haben", lobte Trainer Markus Kauczinski nach dem Spiel bei "MagentaSport". Kreuzers Tor zum 3:0 war letztlich die Vorentscheidung. "Solange ihn seine Füße getragen haben, hat er gut gespielt", so der Coach. Bis zu seiner Auswechslung in der 85. Minute hatte Kreuzer die rechte Außenbahn beackert und viele gefährliche Flanken geschlagen. Seine Startelfnominierung hatte er der Gelb-Sperre des bislang gesetzten Ransford Königsdörffer zu verdanken. Diese Chance nutzte er prompt.

"Es war natürlich ein kleines Träumchen", gab Kreuzer zu. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht. Ich war sehr lange raus. Sieben Monate holt man nicht so schnell auf, aber im Training lief es ganz gut. Dass es dann heute so klappt – umso schöner". Er befand, dass Dynamo einen "sehr geschlossenen Auftritt gezeigt" habe und in der ersten Halbzeit "hochverdient in Führung gegangen" sei. Durch Tore von Christoph Daferner und Paul Will schoss Dresden ein 2:0 heraus und beherrschte den Aufsteiger klar. Und als sich Lübeck in der 40. Minute plötzlich die Chance zum Anschluss bot, verschoss Yannick Deichmann auch noch einen Elfmeter. Auch Kauczinski gefielen die ersten 45 Minuten: "Da haben wir klar dominiert und richtig guten Fußball gespielt."

Sorgen um Stark

Nach der Pause gestaltete sich die Begegnung offener, da auch Lübeck nun mutiger wurde und mehr nach vorne spielte. "Da war es dann ausgeglichen, wir haben am Ende ein, zwei Chancen zu viel zugelassen", analysierte der Coach. Nach Kreuzers Treffer kam der VfB aber nur noch zum Anschlusstreffer durch ein Elfmetertor von Ersin Zehir. "Insgesamt haben wir verdient gewonnen", fasste Kauczinski treffend zusammen. Mit dem zweiten Sieg in Folge brachten die Sachsen wieder drei Punkte Abstand zwischen sich und Verfolger Ingolstadt, auf Rostock auf dem Relegationsplatz sind es fünf Zähler. Grund genug, am kommenden Samstag mit breiter Brust in Zwickau anzutreten. Ob dann wieder Königsdörffer ran darf, ist unklar. Mit Kreuzer hat er nun einen starken Konkurrenten dazubekommen.

Offen ist auch, ob Yannick Stark wieder dabei sein wird, nachdem er am Samstag im Training auf die Schulter gefallen war. "Die Schulter war rausgesprungen, mittlerweile ist sie wieder drin. Allerdings gibt es Schädigungen und die Frage ist jetzt, wie stark die sind", sagte Kauczinski. Am Montag soll der 30-Jährige untersucht werden. "Wir hoffen, dass es schnell wieder dabei sein kann. Wenn es allerdings wirklich schlimmer sein sollte und Yannick operiert werden muss, dann wird er natürlich auch lange ausfallen", befürchtete der Dynamo-Coach. Stark wäre nach Robin Becker, Patrick Weihrauch und Chris Löwe der vierte Leistungsträger, der aufgrund einer Verletzung lange ausfallen würde.

   
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