Rückkehr ins Stadion: CFC-Fanszene unterbricht Boykott

Den Heimspielen gegen Magdeburg und 1860 München blieb die aktive Fanszene des Chemnitzer FC aus Protest fern, für das wichtige Ostduell gegen Carl Zeiss Jena (Samstag, 14 Uhr) kehren die Anhänger nun ins Stadion zurück.

"Keine halben Sachen"

Noch wartet der Chemnitzer FC nach der Rückkehr in die 3. Liga auf den ersten Sieg, im Kellerduell gegen den ebenfalls noch sieglosen FC Carl Zeiss Jena sollen nun drei Punkte her. Dabei kann die Mannschaft von Interimstrainer Sreto Ristic auch wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen setzen. In einem Info-Flyer kündigt die Fanszene eine Unterbrechung des Stimmungsboykotts an: "Wir als Fanclubs unseres geliebten Vereins kehren mit lautstarken und kritischen Stimmen zurück ins Stadion. Das heißt für uns alle: Keine halben Sachen, volle optische und akustische Unterstützung der Mannschaft im ersten kleinen Abstiegsendspiel gegen die Thüringer!"

Warum die Anhänger von ihrem Protest abweichen, erklären sie so: "Vor eineinhalb Wochen fand endlich eine erste Annäherung zwischen Gesellschaftern der CFC Fußball GmbH und Fanvertretern statt." Dass sich handelnde Personen des Vereins und Anhänger an einen Tisch setzen, "schien vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar", heißt es. Bei dem Treffen seien Missstände wie fehlende Transparenz und die katastrophale Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt worden, berichten die Fans. Noch sei "natürlich" nicht wieder alles im Reinen, aber mit der Unterbrechung des Boykotts wollen die Fans ein Zeichen setzen.

Was die Fans erwarten

Ob die Fanszene dauerhaft ins Stadion zurückkehrt, hängt "zu einem gewichtigen Anteil auch an den aktuell handelnden Personen des CFC" ab, so die Fanszene. Vor allem von Insolvenzverwalter Klaus Siemon sowie der Sprecherin der Gesellschafter (Romy Polster) "erwarten wir uns, dass Feindbilder endlich abgebaut werden und endlich Fakten geschaffen werden."

Ein weiteres Engagement hänge auch davon ab, "dass nicht nur Zeichen oder Lippenbekenntnisse kommen, sondern echte Bewegung zu verzeichnen ist." Das setze Gespräche auf Augenhöhe, Selbstreflexion und Selbstkritik sowie die Abkehr am absurden Grundsatz "Schuld sind immer die Anderen" voraus. Außerdem erhoffen sich die Fans ein Zeichen, dass sie nicht aus finanziellen Zwecken gebraucht werden, sondern ihre Mitarbeit im Verein auch gewollt sei. Denn nichts sei wichtiger als der ehrliche Fortbestand des Chemnitzer FC e.V.: "Ohne Lügen, Intrigen und Erpressungen."

 

   
  • Jokel

    Was will man eigentlich im braunen Chemnitz?Randale gegen Jena?

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