Rückkehr in die Heimat: Münsters Sertdemir nach Lyngby

Schon länger war Münsters Zidan Sertdemir auf der Suche nach einem neuen Verein, nun hat er diesen mit dem dänischen Erstligisten Lyngby BK gefunden.

Missverständnis endet

Beim Tabellenelften unterschrieb der 21-Jährige am Dienstagabend einen Vertrag über vier Jahre. Mit dem Wechsel nach Dänemark kehrt Sertdemir nicht nur in seine Heimat zurück, sondern beendet auch das Missverständnis mit den Preußen. Vor einem Jahr war er mit großen Vorschusslorbeeren zu den Adlerträgern gewechselt, konnte diesen aber nicht gerecht werden. Lediglich 20 Mal kam er zum Einsatz (1.077 Minuten) und zählte nur in elf Partien zur Startelf. Nach dem Trainerwechsel von Alexander Ende zu Alois Schwartz war Sertdemir endgültig außen vor und pendelte zwischen Bank und Tribüne.

Auch nach dem Abstieg änderte sich an seiner Reservistenrolle nichts. Während der Vorbereitung gehörte der Mittelfeldspieler meist zur B-Elf, in den Ligaspielen gegen Wiesbaden, Ingolstadt und Viktoria Köln gehörte Sertdemir erst gar nicht zum Kader. Selbst im Landespokal reichte es nur zu zwei Kurzeinsätzen. Dennoch war der Däne mit einem Marktwert von einer Million Euro zuletzt der wertvollste Spieler im Kader der Preußen.

"Gute Lösung gefunden"

"Die Rolle, die Zidan zuletzt in unserer Mannschaft eingenommen hat, hat nicht mehr zu seinen Ambitionen und seiner aktuellen Karrierephase gepasst", sagt Sportdirektor Jan Uphues und betont, dass sich Sertdemir auf und neben dem Platz stets absolut professionell und als Teamplayer präsentiert habe. "Für seine weitere Entwicklung braucht er allerdings wieder mehr Spielzeit. Wir haben die Situation offen miteinander besprochen und nun eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden." Weil der 21-Jährige in Münster noch bis 2028 unter Vertrag stand, ist eine Ablöse in bislang nicht bekannter Höhe geflossen.

Zu seiner neuen Aufgabe sagt er: "Lyngby hat mir den richtigen Plan aufgezeigt, zudem verfolge ich den Verein schon lange. Ich habe das Gefühl, dass ich mich hier am besten weiterentwickeln und Großes erreichen kann – sowohl mit der Mannschaft als auch persönlich."

   

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