Rot-Weiß Erfurt: Trostloses 0:0 als Mutmacher

Hoffnungsschimmer bei Rot-Weiß Erfurt. Beim Debüt des neuen Trainers Stefan Emmerling erkämpfte sich Erfurt gegen Werder Bremen II ein torloses Unentschieden. Nimmt man nur die Ergebnisse der letzten Wochen als Maßstab, war das schon ein Schritt nach vorne: Von den letzten zehn Pflichtspielen hatte Erfurt zuvor neun verloren.

"Redlich verdient"

Es war sicherlich kein Fußball-Fest, das die Fans an diesem Novembertag in Bremen zu sehen bekamen. Am Ende hieß es im Duell Rot-Weiß Erfurt gegen Werder Bremen II 0:0 – ein Ergebnis, das auf den ersten Blick keinem der beiden Teams so richtig hilft, schließlich bleibt in der Tabelle alles beim Alten: Rot-Weiß ist Tabellenletzter, Bremen rangiert einen Platz davor.

Und trotzdem war man in Erfurt bemüht, nach dem Debüt von Emmerling vor allem die positiven Aspekte hervorzuheben. "Die Mannschaft hat sich diesen Punkt redlich verdient und einen echten Fight abgeliefert", sagte Emmerling im Gespräch mit "Telekom Sport". "Wichtig ist vor allem, dass wir gut gegen den Ball gearbeitet haben."

Emmerlings Umstellungen 

In der Tat hatte Emmerling die ersten Tage in Erfurt damit verbracht, einer angeschlagenen Mannschaft neue Kompaktheit zu verordnen. Gegen Bremen sah das auf der Taktiktafel so aus: Ein 4-4-2 mit Christoph Menz als Rechtsverteidiger, Berkay Dabanli auf der Sechs, dazu zwei echte Spitzen. Defensiv stand Erfurt besser als in den letzten Spielen, nach vorne lief dagegen weiter wenig zusammen. Oder wie Emmerling es zusammenfasste: "Wir wollten eigentlich nach vorne mit schnellen Angriffen dem Gegner wehtun, haben aber sehr unsauber gespielt. Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden."

Nach den vielen Negativerfahrungen der letzten Wochen sei ihm aber klar gewesen, dass das "Selbstvertrauen noch nicht wieder vorhanden" sein könne in die eigenen Offensivqualitäten. Ähnlich sah es auch Kapitän Jens Möckel. "Wir standen defensiv kompakt und haben wenig zugelassen. Heute war ein Anfang", sagte Möckel "Telekom Sport". Und trotzdem gibt es noch eine Menge "Optimierungsbedarf", wie Möckel meinte. Im Lager von Rot-Weiß Erfurt, so scheint es, sieht man dieses trostlose 0:0 als Mutmacher an. Was der wert ist, werden die kommenden Wochen zeigen.

   
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