Regionalliga-Reform: Drittligisten drängen auf dauerhafte Lösung

Nach dem vorläufigen Scheitern der Regionalliga-Reform haben sich die 20 Klubs der 3. Liga mit einem gemeinsamen Statement zu Wort gemeldet. Darin erinnern sie daran, bereits vor Jahren ihren Beitrag zu einer Reform geleistet zu haben, und fordern, dass nun eine einheitliche und dauerhaft tragfähige Aufstiegsregelung umgesetzt wird.

Klare Forderung an die Regionalliga-Träger

Die Drittligisten verweisen in ihrem gemeinsamen Statement darauf, dass mit der Einführung eines vierten Abstiegsplatzes im Jahr 2018 bereits erhebliche sportliche und wirtschaftliche Zugeständnisse gemacht worden seien. Dies sei im Vertrauen darauf geschehen, dass im Gegenzug eine Reform der Regionalligen umgesetzt werde. Eine entsprechende Gegenleistung sei jedoch bis heute ausgeblieben.

"Das Ziel sollte dabei eine einheitliche, sportlich faire und dauerhaft tragfähige Aufstiegsregelung sein, die innerhalb der Regionalliga-Strukturen umgesetzt wird", heißt es in der Erklärung. Die Vereine erwarten, dass nun über die beiden vorliegenden Modelle, das Kompassmodell sowie das Regionenmodell, "final nach demokratischen Grundsätzen abgestimmt und das Ergebnis umgesetzt wird".

Zugleich heben die Klubs die Entwicklung der 3. Liga hervor. Diese habe sich in den vergangenen Jahren "zu einem herausragenden Erfolgsmodell im deutschen Profifußball entwickelt" und zähle aufgrund ihrer sportlichen Qualität, wirtschaftlichen Entwicklung sowie ihrer Attraktivität für Fans, Medien und Sponsoren inzwischen "zu den stärksten Profiligen Europas".

Klubs konnten nicht einigen

Die Reform der Regionalligen war Ende Juni vorerst gescheitert, nachdem sich die Vereine der fünf Regionalliga-Träger bei einer bundesweiten Abstimmung nicht auf ein gemeinsames Modell einigen konnten. Zwar sprach sich in drei der fünf Regionen eine Mehrheit für das sogenannte Kompassmodell aus, im Südwesten und in Bayern fiel das Votum jedoch anders aus. Damit wurde die Voraussetzung für eine Umsetzung der Reform zur Saison 2028/29 verfehlt. Unabhängig davon soll der Reformprozess in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Ob es zu einer gemeinsamen Lösung und damit auch zu einer Reform kommen wird, ist aber noch ungewiss.

   

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