Remis zum Auftakt: Karlsruhe kommt nach 0:2 zurück

Die 3. Liga ist zurück! Im Eröffnungsspiel der neuen Saison trennten sich Karlsruhe und Osnabrück am Freitagabend 2:2-Unentschieden. Nach der 2:0-Pausenführung der Gäste kam Karlsruhe im zweiten Durchgang innerhalb von nur fünf Minuten zurück.

Reimerink und Danneberg schocken KSC

14.837 Zuschauer im Wildpark sahen zunächst einen zerfahrenen Beginn ohne gefährliche Abschlüsse, lediglich Bickel konnte auf Seiten der Osnabrücker einen Torschuss verbuchen (4.). Wie aus dem Nichts ging der VfL in der 12. Minute dann aber in Führung. Reimerink war über rechts auf und und davon und ließ auch KSC-Keeper Uphoff keine Chance – 1:0. Unverdient war die Führung zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, dennoch kam sie etwas überraschend. Mit dem Tor im Rücken waren die Niedersachsen nun die bessere Mannschaft, beim KSC stimmten die Laufwege noch nicht. Erst ab der 20. Minute konnten die Hausherren den Druck allmählich erhöhen, bissen sich mit langen Bällen aber die Zähne aus. Auf der anderen Seite hätte Osnabrück bereits nach 26 Minuten auf 2:0 erhöhen können, Wriedt zog nach einem kapitalen Pisot-Fehler jedoch freistehend rüber. In der Folge gab der VfL wieder den Ton an, Karlsruhe kam nicht zum Abschluss und kassierte in Minute 38 das verdiente 0:2: Wriedt legte auf Danneberg ab, der aus sechs Metern sicher einnetzte. Auf den Rängen machte sich Unmut breit, erste Pfiffe waren zu hören. Und als sich die Mannschaften wenig später in die Kabinen begaben, war das Pfeifkonzert der Karlsruher Anhänger nicht mehr zu überhören. Sie waren mit dem Auftritt ihrer Mannschaft alles andere als einverstanden.

Karlsruhe kommt innerhalb von fünf Minuten zurück

Nach dem Seitenwechsel war der KSC bemühter und kam in Minute 50 auch zum ersten Torabschluss, wirklich gefährlich war der Versuch von Stoll aber nicht. Drei Minuten später flog eine Flanke von Lorenz quer durch den Strafraum, Fink kam aber nicht heran. Karlsruhe war jetzt giftiger in den Zweikämpfen, ließ aber weiterhin die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne vermissen. Osnabrück konnte die 2:0-Führung somit zunächst ohne große Probleme verteidigen, setzte in der Offensive aber keine Akzente mehr. In der 67. Minute forderte der KSC nach einem Foul an Fink einen Elfmeter, Schiedsrichter Sascha Steegemann ließ aber weiterspielen – eine richtige Entscheidung. Sekunden später war Karlsruhe dann zurück im Spiel: Nach einer Flanke von Lorenz stand Stroh-Engel völlig unbedrängt vor Gersbeck und musste nur noch seinen Fuß hinhalten (68.). Der Wildpark wachte nun auf, Karlsruhe drängte auf den Ausgleich und bekam in der 73. Minute einen Elfmeter zugesprochen: Tigges soll Muslija zu Fall gebracht haben – eine knifflige Entscheidung. Anton Fink nahm sich der Sache an und verwandelte unten rechts zum Ausgleich. Innerhalb von nur fünf Minuten machte der Zweitliga-Absteiger aus einem 0:2 ein 2:2 und wollte jetzt mehr: Zehn Minuten vor dem Ende kombinierten sich Lorenz und Bülow in den Strafraum, Gersbeck war gerade noch da. Zwei Zeigerumdrehungen später hatte der eingewechselte Schleusener die große Chance auf das 3:2, verpasste aber knapp. Karlsruhe drängte auf die Führung, Osnabrück hielt mit großem Einsatz dagegen und brachte das Remis letztlich über die Zeit. Was für ein packender Auftakt zum Start der neuen Drittliga-Saison.

 
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