Stadtduell ohne Sieger, FCM und Haching melden sich zurück

Das Stadtduell zwischen dem TSV 1860 und Türkgücü München endete am Samstag 2:2. Zeitgleich kam Hansa Rostock durch ein 2:0 gegen Bayern II wieder in die Erfolgsspur zurück, während sich Magdeburg (1:0 in Zwickau) und Haching (2:1 gegen Wiesbaden) im Tabellenkeller zurückgemeldet haben. Zudem setzte sich Halle mit 2:0 gegen Köln durch.

1860 München 2:2 Türkgücü: Löwen retten Remis in Unterzahl

Im Münchner Stadtduell entwickelte sich in den ersten 20 Minuten eine durchaus harte Partie mit gleich zwei gelben Karten gegen Moll und Kleinsorge, aber ohne echte Chancen. Das änderte sich kurz darauf. Eine Flanke von der linken Seite konnte Lex auf seinen Offensivpartner Dressel ablegen, der aus zwölf Metern mit seinem strammen Schuss an Vollath scheiterte (21.). Eine Minute später holten sich die Löwen dennoch die Führung. Daniel Wein eroberte am Mittelkreis den Ball und steckte perfekte auf Fabian Greilinger durch, der aus 13 Metern vor dem Tor flach unten rechts das 1:0 erzielte (22.). Die Gäste antworteten prompt drei Minuten später. Mit einer butterweichen Flanke fand Spielmacher Sararer am Fünfer den einlaufenden Slišković, der das Spielgerät perfekt im Kasten der Gastgeber unterbrachte (25.). Kurz darauf versuchte es Sararer selbst mit einem Schuss aus 25 Metern, verfehlte das Kreuzeck allerdings um einen Meter (31.). Kurz vor der Pause hätten die Gäste allerdings Glück. Stangl fing eine hohe Flanke in den Strafraum mit dem Oberarm ab, doch der Elfmeterpfiff blieb aus (44.). Somit blieb es beim 1:1 zur Pause.

Aus dieser kamen die Löwen diesmal mit mehr Schwung. In eine hohe Flanke von Philipp Steinhart von der linken Seite rauschte Mölders mit viel Schwung herein und köpfte aus fünf Metern zum 2:1 ein (49.). Beinahe wäre der Aufsteiger gleich wieder zurückgekommen, allerdings stand Slišković bei seinem vermeintlichen Ausgleich im Abseits (51.). Nach gut einer Stunde waren die Löwen dann in Unterzahl, nachdem Dressel für ein Foul an Erhardt im Mittelfeld glatt Rot sah – eine harte Entscheidung (59.). Der Ausgleich war folglich nur eine Frage der Zeit. Wieder legte der flinke Sararer im Strafraum zu Slišković ab, der relativ unbedrängt aus wenigen Metern zum 2:2 einschieben konnte (70.). Türkgücü drängte bis zum Ende mit mehr Spielanteilen auf den Siegtreffer. Das hitzige Remis war allerdings schlussendlich ein gerechtes Ergebnis. In der Tabelle bleibt 1860 weiterhin Vierter, während Türkgücü den achten Platz belegt.

Zwickau 0:1 Magdeburg: Erster Auswärtssieg für den FCM

Für den 1. FCM begann die Partie in Zwickau denkbar schlecht. Nach einem eigenen Torabschluss in der 9. Minute verletzte sich Conteh und musste bereits eine Minute später ausgewechselt werden. Die Verletzung blieb in der Folge die einzige erwähnenswerte Aktion bis zur 32. Minute. Nachdem Sliskovic unglücklich aufgetreten war, musste auch der zweite Magdeburger verletzt ausgewechselt werden. Das erste spielerische Highlight ereignete sich erst in der 45. Minute. Starkes Ecke von der rechten Seite landete auf dem Kopf von Schikora. Behrens konnte nur abprallen lassen, sodass der Ball unglücklich von Gjasulas Knie in Richtung eigenes Tor kullerte, wo aber noch ein Magdeburger klären konnte (45.).

Auch der zweite Durchgang geizte akut mit gefährlichen Aktionen. Eine verunglückte Flanke von Gjasula musste Brinkies mit einer Hand über die Latte lenken (63.). Schon ein wenig aus dem Nichts fiel 20 Minuten vor dem Ende doch ein Treffer. Über Umwege landete der Ball bei Andreas Müller, der sich aus 20 Metern mal ein Herz fasste und perfekt ins linke Kreuzeck versenkte (72.). Die Zwickauer starteten erstaunlicherweise keine wirkliche Schlussoffensive, sodass Magdeburg dem 2:0 am Ende näher war, als die Schwäne dem Ausgleich. Kurz vor dem Ende wäre er aber beinahe doch gefallen. König nickte eine Flanke von der linken Seite aus sieben Metern an die Latte. Somit nahm der FCM den Sieg am Ende verdient, aber etwas glücklich über die Zeit. Mit dem ersten Auswärtssieg verbessert sich der FCM vorerst auf Rang 18, während Zwickau nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge auf Rang 16 abrutscht.

Rostock 2:0 Bayern II: Hansa zurück in der Erfolgsspur

Mit zehn Änderungen traten die Bayern Amateure an der Ostsee an und erwischten einen durchaus ordentlichen Start. Schon nach drei Minuten verbuchte Feldhahn nach einer Ecke per Kopf den ersten Abschluss über das Tor (3.). Nach etwa zehn Minuten übernahm allerdings Hansa klar die Spielkontrolle. Schneller musste einen Flatterball nach 10 Minuten gerade noch vor der Torlinie parieren (10.), Farrona Pulido zog etwa einen Meter am langen Eck des Bayern-Tores vorbei (13.) und ein Kopfball von Verhoek aus zentraler Position landete in den Armen des Bayern-Keepers (18.). Von den jungen Münchnern kam in der Offensive nicht mehr sonderlich viel, während Rostock die Gäste weiter und weiter in der Defensive einschnürte.

Hansa hätte sich nach der Pause beinahe selbst geschwächt. Nach einem Missverständnis zwischen Sonnenberg und Riedel lief Jastremski alleine auf Kolke zu. Der Keeper hatte aber aufgepasst, war aus dem Tor geeilt und klärte im letzten Moment vor dem Angreifer (49.). Während Bayern II häufiger Räume in der Offensive bekam, ging Hansa nach einer Stunde verdientermaßen in Führung. Bahn trieb das Leder über die linken Seite nach vorne und flankte ins Zentrum. Verhoek verlängert auf den aufgerückten Riedel, der den Ball mit ausgesprochen viel Effet neben den Pfosten zum 1:0 ins Tor setzte (60.). Nur kurz darauf fiel bereits die Entscheidung zugunsten der Heimelf. Farrona Pulido nahm einen abgeblockten Ball aus der Luft herunter und zog stramm aufs Tor. Schneller streckte sich vergeblich und das Leder schlug perfekt im Eck des Gästetores zum 2:0 ein (67.). Die jungen Münchner drückten in der Folge nochmal auf den Anschluss und zeigten ihre spielerischen Qualitäten. Chancen ergaben sich allerdings keine, sodass Hansa den Dreier über die Zeit nahm. Damit verbessern sich die Rostocker auf Rang sechs, während Bayern nach der vierten Pleite in Serie unter den Strich rutscht.

Halle 2:0 Köln: Boyd trifft und bringt drei Punkte

Zehn Minuten dauerte es, ehe die erste Torchance des Spiels zu bestaunen war. Koronkiewicz legte einen Steckpass durch die Beine von Vucur in den Lauf von Wunderlich, der aus etwa zehn Metern vor dem Tor gerade noch geblockt wurde (10.). Nur eine Minute später versuchte sich Papadopoulos aus der Distanz, doch Mielitz war mit einer schönen Flugeinlage auf dem Posten (11.). Es ging auch in der Folge auf und ab, ohne besonders erwähnenswerte Torchancen. Nach einer halben Stunde bekam die Elf von Trainer Dotchev die nächste dicke Chance. Initiiert durch Mike Wunderlich bekam Cueto den Ball halbrechts, setzte sich etwas glücklich gegen zwei Gegenspieler durch und traf aus spitzem Winkel das Außennetz des HFC-Tores (33.). Auch der HFC hatte allerdings seine Chancen. Klefisch bekam zentral vor dem Tor zuviel Platz und zog per Schlenzer ab, doch wieder war Mielitz auf dem Posten (38.). Die letzte Chance vor der Halbzeit ging wieder auf das Konto der Gäste. Wunderlichs Flanke köpfte Lanius flach in Richtung Toreck, doch Müller war stark auf dem Posten und fischte das Leder per Hechtsprung aus dem Eck (44.).

Nach dem Seitenwechsel blieb Köln insgesamt das etwas bessere Team, während Halle die erste Chance verbuchte. Sternbergs Flanke von der linken Seite nahm Papadopoulos direkt, wurde aber gerade noch von Handle geblockt (55.). Es blieb allerdings eher eine Ausnahmeszene, da Viktoria mehr und mehr auf die Führung drückte. Wunderlichs perfekter Diagonalball landete im Lauf von Seaton, der frei vor dem Tor an Müller scheiterte (60.).  Die Chance weckte Halle wieder deutlich auf. Guttau scheiterte mit einem Linksschuss an Mielitz (66.), ehe Boyd eine Hereingabe von Boeder am Fünfer ins rechte Kreuzeck wuchtete und die Führung markierte (69.). Eine Viertelstunde später entschied die Heimelf die Partie endgültig. Michael Seaton beging im Anschluss an eine Ecke ein klares Handspiel. Den fälligen Elfmeter verwandelte Terrence Boyd rechts unten zum 2:0 (82.). In der Nachspielzeit hätte Guttau sogar noch auf 3:0 erhöhen können, vergab allerdings etwas kläglich links vorbei (90.). Mit dem zweiten Sieg in Folge rückt Halle auf Platz zehn vor, einen Rang darüber ist die Viktoria platziert.

Unterhaching 2:1 Wiesbaden: Haching dreht Spiel und siegt verdient

Das erste Tor des Nachmittags erzielte der SV Wehen Wiesbaden. Nach einem verunglückten Abschlag von Mantl landete der Ball über Schwede bei Maurice Malone. Der Offensivmann setzte sich im Zweikampf gegen Robert Müller durch und lupfte das Leder über Mantl hinweg zum 1:0 ins Tor (2.). Die Hachinger brauchten eine Viertelstunde, um selbst ins Spiel zu finden. Grauschopfs erster Abschluss aus 20 Metern flog zwei Meter rechts vorbei (16.). Vier Minuten später kam die Heimelf aber doch zum Ausgleich. Marseiler zog auf der linken Seite zur Grundlinie und flankte in die Mitte, wo Schwabl direkt aufs Tor zog. Im Zentrum hielt Stroh-Engel noch den Fuß in den Schuss und lenkte ihn so zum 1:1 ins Tor (20.). Auch in der Folge blieb Haching die stärkere Mannschaft. Anspach scheiterte frei vor dem Tor an Boss (23.) und auch gegen einen Distanzschuss von Schwabl war der Gästekeeper auf dem Posten (31.). Bis zur Pause konnten die Hachinger allerdings kein Kapital mehr aus der spielerischen Drangphase schlagen.

Auch nach dem Pausentee änderte sich am Spielverlauf nichts. Marseiler traf zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gleich mal den Pfosten des Wiesbadener Tores, ehe Ansbach den Rebound aus sieben Metern vorbei schoss (47.). Kurz darauf fiel der verdiente Führungstreffer dennoch. Schwabls Flanke wurde von einem Verteidiger direkt auf den freien Marseiler verlängert, der per Seitfallzieher das Leder an die Unterkante der Latte und ins Tor wuchtete (54.). Die Gastgeber blieben am Drücker. Wieder war es Niclas Anspach, der in der 66. Minute eine gute Chance vergab und am Pfosten scheiterte (66.). Von den Gästen kam erstaunlich wenig Druck in der Offensive. Bis zum Schluss spielten weiterhin nur die Münchner Vorstädter, die mehrere Chancen zur Entscheidung hatten. Die größte vergab Anspach frei vor dem Tor gegen Boss (83.). Es reichte schlussendlich auch so für einen verdienten Heimsieg, mit dem Haching die Abstiegsplätze verlässt (15.). Wiesbaden rutscht auf Rang sieben ab.

   
  • Daniel M.

    Bleibt noch zu erwähnen, das vermutlich Kölner Spieler in Halle randalierten und die Polizei hierzu ermittelt. Das kommt von viel zu häufigen Kopfballtraining.

    • weihnachtsmann

      Gibt es dafür Beweise?

      • Daniel M.

        Die sammelt die Polizei. Bis jetzt gibt es offiziell keine.

      • Doppelherz

        Und woher stammt deine Info?

      • Daniel M.

        Aus einer Magdeburger Zeitung namens „ Mitteldeutsche Zeitung“
        Hoffe, du hast kein Problem damit, dass da „deutsch“ vorkommt.

      • weihnachtsmann

        Wusste gar nicht, dass die MZ keine Zeitung mit Redaktionssitz in Halle ist.
        Die Kölner sollten für den Schaden aufkommen und gut is'

      • Daniel M.

        Würde das eher als Marionetten-Theater, als denn einen Redaktionssitz bezeichnen.

      • Doppelherz

        Was ist dein Problem? Das war eine ganz normale Frage…

      • Daniel M.

        Bist doch sonst so empfindlich. Dir kann man aber auch gar nichts recht machen. Schönen ersten Advent.

    • DM von 1907

      Aus dieser Mücke muss man jetzt wahrlich keinen Elefanten machen! In der Kölner Gästekabine ist eine Heizung beschädigt worden! Vermutlich hat irgendein Gefrusteter dagegengetreten. Vicoria-Sportchef Steegmann hat die Schadensregulierung bereits zugesagt.

      https://www.liga3-online.de/nach-koeln-spiel-beim-hfc-heizung-in-gaestekabine-beschaedigt/

      • Daniel M.

        Wäre schön, wenn mal eine Mücke bei dir zu Hause die Heizungen von der Wand tritt, du Quatschkopp.

      • Nikita

        Jetzt reg dich mal wieder ab. Jemand hat im Ärger gegen eine Heizung getreten oder was auch immer, Viktoria bezahlt den Schaden. Dass die Polizei ermittelt, Zeitungsartikel darüber geschrieben werden und du einen Herzinfarkt bekommst ist völlig unnötig.

      • Daniel M.

        Klar. Kein Problem. So sind Gäste nunmal. Alter….hier rennen se rum.

  • joe

    Die Türken kaufen nicht nur Spieler wie am Fliesband
    Anders kann ich mir das Gepfeiffe des Mann in Schwarz nicht erklären kein Elfer,Rot,kein Gelbrot

    • DM von 1907

      Ich wäre sehr vorsichtig damit, einen Schiedsrichter als "gekauft" zu bezeichnen!

    • Doppelherz

      😴😴😴

      • Daniel M.

        Sehr wenige. Aber der Verein nennt sich „türkische Macht“. Also darf man die durchaus Türken nennen. Ist auch gar nicht schlimm. Ist nicht für jeden ein Schimpfwort. Passt jetzt wieder nicht in deine Welt, wa?

      • Doppelherz

        Das auch der Ton, die Musik macht, ist dir sicher unbekannt…

      • Daniel M.

        Tolle Phrase….

      • weihnachtsmann

        Heute waren genau zwei im Aufgebot.
        Ich würde sie aber durchaus auch als türkischen Verein bezeichnen.
        Der Name lässt relativ wenig Interpretationsspielraum.

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