Rehm bedankt sich bei Dynamo-Fans: "Das war ganz groß"

Auch wenn das anvisierte Ziel von über 30.000 Zuschauern bei der Partie zwischen Dynamo Dresden und der SG Sonnenhof Großaspach am vergangenen Samstag knapp verfehlt wurde, wird das Spiel den 28.144 Fans (!) im Stadion wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Wenn die gegnerischen Torhüter und Spieler zum Warmmachen in ein Stadion einlaufen, gibt es aus der Heimkurve normalerweise ein Pfeifkonzert – nicht so am Samstag in Dresden. Um sich für den freundlichen Empfang beim Hinspiel zu bedanken, als 5.000 Dynamo-Fans einen 3:1-Sieg feierten, rief die Fanszene der SGD für die Partie gleich mehrere Aktionen ins Leben. So wurde nicht nur der Gästeblock für Dynamo-Fans freigegeben, sondern auch die Pufferzonen rund um diesen Block entfernt. So wurde es möglich, dass die Anhänger beider Teams nebeneinander auf derselben Tribüne standen und gemeinsam feierten (siehe Foto). Zudem organisierten die SGD-Fans eine Stadtführung und kamen so mit den Anhängern des Aufsteigers ins Gespräch. "Ein großartiger Zug der Hausherren", freut man sich in Großaspach. "Und gemeinsam fieberte man ohne Barrieren, ohne Pufferblöcke, Schulter an Schulter, mit Respekt freundschaftlich und aufgeschlossen dem Rematch entgegen."

Laola-Welle und selbstironisches Spruchband

Auch während der Partie waren beide Fanlager überaus gut aufgelegt. Während die Dynamo-Fans eine Laola-Welle starteten, an der sich auch die rund 300 mitgereisten Großaspach-Fans beteiligten, zeigten letztere  kurze Zeit später ein selbstironisches Spruchband: "Damit man uns auch mal hört – Könnt ihr bitte 2 Minuten ruhig sein?“ Eine Aktion, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte. Allein der Post auf der liga3-online.deFacebook-Seite erreichte über 55.000 User. Eine Leserin schrieb darunter: "Allein wegen des Humors der Fans muss Großaspach in der Liga bleiben".

Bitte mehr davon!

Zwar ging die Partie aus Sicht der Hausherren am Ende nach schwacher Leistung mit 0:1 verloren, doch die Spieler der SG Sonnenhof erhielten von Dresdner-Seite dennoch einen Applaus. Der Verein aus der 8.000-Einwohner-Gemeinde, der noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt hat, freute sich über einen "fantastischen und denkwürdigen Fußballnachmittag", der nach einer Fortsetzung in der kommenden Saison rufe. Trainer Rüdiger Rehm hätte sicherlich nichts dagegen. Auf der Pressekonferenz nach der Partie hob er die tolle Kulisse ausdrücklich hervor und sagte: "Danke an die Fans von Dynamo Dresden, das war ganz groß heute. Dickes Kompliment!"

Bei all den negativen Schlagzeilen rund um die Vorfälle beim Spiel in Rostock und dem damit verbundenen Geisterspiel gegen Erfurt haben die Dynamo-Fans am Samstag ihr wahres Gesicht gezeigt – bitte mehr davon!

   
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