Regionalliga-Report #2: FC Bayern II unter der Lupe

Über die beiden Bundesligen berichten die großen Tageszeitungen in ihren Print- und Online-Ausgaben täglich. Die 3. Liga, in der ebenfalls Profifußball gespielt wird, findet dagegen schon etwas weniger Beachtung. Doch spätestens ab der Regionalliga lassen sich nur noch selten ausführliche und spannende Artikel finden. Um diesem Trend ein wenig entgegen zu wirken, berichtet liga3-online.de nun wöchentlich im Rahmen des "Regionalliga-Reports" über Themen und Hintergrund-Geschichten aus der vierten Liga. In der zweiten Ausgabe geht es um die U23 von Rekordmeister Bayern München. Erst kürzlich qualifizierten sich die Münchener für die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga.

Mit 75 Punkten aus 33 Partien thront die zweite Mannschaft des FC Bayern München auf dem ersten Tabellenplatz in der Regionalliga Bayern. Im Vorjahr scheiterte das Team mit dem damaligen Coach Mehmet Scholl noch knapp mit Platz zwei an der Relegation. Unter dem Holländer Erik ten Hag gelang aber eine bis jetzt makellose Spielzeit. Am 28. Mai und am 1. Juni geht es für den FCB II im Duell mit dem Meister der West-Staffel (derzeit Fortuna Köln) um den Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse.

Sprungbrett für vielversprechende Talente

Dabei blickt die Zweitvertretung der Münchener bereits auf eine längere Vergangenheit in der 3. Liga zurück. Von 2008 bis 2011 waren sie fester Bestandteil der damals neugegründeten Liga. Nun soll die neue Generation der U23 wieder in die Spielklasse zurückkehren. Auch weil zahlreiche Talente der Münchener Jugendabteilung von dort aus den Sprung in die Bundesligamannschaft schafften, halten die Verantwortlichen den Aufstieg für notwendig. Neben den beiden deutschen Nationalspielern Thomas Müller und Holger Badstuber kickte beispielsweise auch Österreichs Fußballer des Jahres 2013, David Alaba, 33 mal für Bayern II. Für die Förderung von künftigen Stars bei den Bayern scheint die 3. Liga bestens geeignet. Auch in der laufenden Saison schafften ein paar Spieler aus der ten Hag-Elf den Sprung in das Team von Cheftrainer und Förderer Pep Guardiola. Neben den ersten 18-jährigen Julian Green und Pierre-Emile Höjbjerg traten auch Mitchell Weiser, Ylli Salahi und Reserve-Keeper Lukas Raeder für den deutschen Meister gegen den Ball.

Zukunft unabhängig von Ligazugehörigkeit

Egal in welcher Liga die Münchener in der kommenden Saison spielen, der Kader für 2014/2015 steht weitestgehend. Während Leistungsträger, wie der Däne Höjbjerg oder US-Amerikaner Julian Green den Sprung in den Profikader schaffen könnten, steht auch Vladimir Rankovic vor einem Wechsel in die 1. Bundesliga – ihn zieht es allerdings zu Mitbewerber Hannover 96. Für den 20-jährigen Mitchell Weiser sieht es nicht so aus, als würde er eine weitere Saison in der zweiten Mannschaft anstreben. Benno Schmitz verlässt das Team in Richtung Österreich zu Red Bull Salzburg. Und Lukas Raeder soll den Verein ebenfalls wechseln dürfen. Doch auch auf der Habenseite gibt es bereits einige Verpflichtungen zu vermelden. Während Sebastian Bösel (SpVgg Bayern Hof), Lukas Görtler (Eintracht Bamberg) und Herbert Paul (SpVgg Greuther Fürth) allesamt von Ligakonkurrenten zu der Münchener Reserve wechseln, schließt sich auch Torwarttalent Ivan Lucic vom SV Ried aus Österreich an. Aus der hauseigenen U19-Mannschaft wurden zuletzt Keeper Raif Husic sowie Giuseppe Leo und Angelos Oikonomou in der Regionalliga eingesetzt. Sie sollen auch in der neuen Spielzeit eine Rolle spielen. Die Weichen für die Zukunft sind bei den Bayern also schon gestellt.

Heimat an der Grünwalder Straße

Seit dieser Saison tragen die jungen Bayern ihre Heimspiele wieder im Stadion an der Grünwalder Straße aus. Zuvor wurde das geschichtsträchtige Münchener Stadion von 2012 bis 2013 umgebaut. Zwischenzeitlich spielten sie im Sportpark von Ligakonkurrent Heimstetten. Nach der abgeschlossenen Sanierung passen etwa 12.500 Zuschauer in das städtische Stadion, welches von den Fans in Anlehnung an den jahrelangen Amateurtrainer auch "Hermann-Gerland-Kampfbahn" genannt wird. Durch eine Freigabe der gesperrten Tribünenbereiche wäre auch eine größere Kapazität möglich. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass neben den FCB-Frauen und Amateuren auch die Zweitvertretung von Stadtrivale 1860 München dort ihre Heimspiele in der Regionalliga Bayern austrägt.

FOTO:  FU Sportfotografie

 

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