Regionalliga Nordost: Wird der Aufsteiger über Playoffs ermittelt?

Schon seit Anfang November ruht in der Regionalliga Nordost aufgrund des Lockdowns der Spielbetrieb, wie und wann es weitergeht, ist noch offen. Eine Variante, um den Aufsteiger in die 3. Liga zu ermitteln, sind Playoffs.

Entscheidung steht aus

Frühestens Anfang Februar, so zumindest der aktuelle Stand, könnte der Ball wieder rollen. Ob die Saison wie geplant zu Ende gebracht werden kann, steht dabei allerdings in den Sternen. Schließlich sind noch 25 Spieltage sowie zahlreiche Nachholspiele zu absolvieren. Möglich wäre eine Ausdehnung bis Ende Juni – spätestens dann soll die Spielzeit aber über die Bühne gebracht sein. Immerhin beginnt bereits am 23. Juli die neue Drittliga-Saison. Um den Aufsteiger zu ermitteln, steht nun eine Variante mit Playoffs im Raum. Dafür müsste zunächst die Hinrunde zu Ende gespielt werden, anschließend könnten aus den ersten zehn Teams zwei Fünfergruppen gebildet werden. Die beiden besten Teams aus den Gruppen qualifizieren sich für das Halbfinale, im Endspiel wird dann der direkte Aufsteiger in die 3. Liga ermittelt.

Um zu klären, in welcher Form die Saison fortgesetzt wird, hat der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Bei dieser waren bis Mitte Dezember 19 verschiedene Vorschläge zur Fortführung des Spielbetriebes eingereicht worden. "Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die eingereichten Vorschläge kein einheitliches Meinungsbild widerspiegeln, zum Teil nur auf die eigene Tabellensituation reflektieren und auch im Widerspruch zu den Festlegungen der NOFV-Spielordnung stehen", so Uwe Dietrich, Vorsitzender des Spielausschusses. Am 13. Januar sind weitere Beratungen vorgesehen.

Sollte der Aufsteiger tatsächlich über Playoffs ermittelt werden, wären Vereine wie die ehemaligen Drittligisten Energie Cottbus (Platz 8) und der Chemnitzer FC (Rang 9) wieder mitten im Aufstiegsrennen. Derzeit haben beide Klubs bei jeweils zwei Spielen mehr schon 15 bzw. 16 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Viktoria Berlin. Die Hauptstädter konnten alle elf Saisonspiele gewinnen und dürften von Playoffs nicht sonderlich angetan sein.

Der Stand in den übrigen Regionalligen

West: Der Spielbetrieb wurde nicht unterbrochen. 21 Spieltage sind absolviert, ab dem 16. Januar rollt der Ball wieder. Spitzenreiter ist Rot-Weiss Essen (50 Punkte), es folgen Dortmund II (44) und Fortuna Köln (37). Am Saisonende steigt der Meister direkt auf.

Südwest: Im November wurde nicht gespielt, seit Mitte Dezember rollt der Ball wieder. 15 Spieltage sind absolviert, am 9. Januar geht es weiter. Die U23 des SC Freiburg führt die Tabelle vor dem TSV Steinbach Haiger an (beide 30 Punkte), dahinter folgen der FSV Frankfurt (29), Offenbach und Elversberg (beide 26). Der Meister steigt am Saisonende direkt auf.

Bayern: Seit Ende Oktober ruht der Spielbetrieb in der nicht abgebrochenen Saison 2019-21. Ab Anfang Februar könnte wieder gespielt werden – dann zunächst im Liga-Pokal, über den der Teilnehmer am DFB-Pokal ermittelt wird. Ab Ende Februar sollen die abgesagten Meisterschaftspartien nachgeholt werden, ehe Ende März in den regulären Spielbetrieb zurückgekehrt werden könnte. Sechs Spieltage sind noch offen. Tabellenführer ist Viktoria Aschaffenburg (50 Punkte), auf den weiteren Plätzen rangieren Nürnberg II, Bayreuth (beide 49) und Schweinfurt (44; zwei Spiele weniger). Der Staffel-Sieger muss nach Saisonende in zwei Relegationsspielen gegen den Nord-Meister antreten.

Nord: Die Staffel ist in zwei Gruppen (Nord und Süd) aufgeteilt, seit Anfang November wird nicht mehr gespielt. Wie und wann es weitergeht, ist noch offen. Ursprünglich war geplant, dass sich die 22 Mannschaften aus den beiden Staffeln ab Anfang Februar auf zehn Teams in der Auf- und zwölf Klubs in der Abstiegsrunde aufteilen. Der Gewinner der Aufstiegsrunde würde sich für die Relegation gegen den Bayern-Meister qualifizieren. In der Nord-Gruppe liegen Flensburg und Teutonia Ottensen vorne, im Süden sind es der TSV Havelse und Werder Bremen II.

 
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