Regionalliga: Eklat bei Premiere von Chinas U20

Am Samstag traf die chinesische U20-Nationalmannschaft im Rahmen der umstrittenen Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der Regionalliga Südwest erstmals auf einen Gegner. Gleich bei der Premiere kam es dabei zu einem Eklat, der eine Spielunterbrechung zur Folge hatte. 

Spielunterbrechung für eine halbe Stunde

Was war passiert? Bei der Begegnung gegen den TSV Schott Mainz zeigte eine Gruppe von Zuschauern tibetische Fahnen. Eine Provokation gegenüber den Chinesen, dessen Heimatland durch ein politisches Spannungsfeld mit der Provinz geprägt ist. Der Hintergrund: China hat Tibet besetzt, nachdem sich die Provinz abspalten wollte, deren völkerrechtlicher Status umstritten ist. Das Resultat: Die Mannschaft weigerte sich, weiterzuspielen und verließ den Platz. Die Partie musste rund eine halbe Stunde unterbrochen werden. Erst als die Fahnen eingepackt wurden, konnte weitergespielt werden.

Zwischen Provokation und Meinungsäußerung

"Wir wollen natürlich gute Gastgeber sein, insofern sind wir nicht glücklich über diese Vorkommnisse", erklärte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann nach der Partie gegenüber dem "Kicker", betonte aber auch: "Wir hatten im Vorfeld unsere Ansprechpartner auf chinesischer Seite immer wieder darauf hingewiesen, dass die Spiele im Rahmen der in Deutschland geltenden freien Meinungsäußerung stattfinden. Wir sind der Meinung, dass dazu auch das Aufhängen einer solchen Flagge im Stadion gehört." Man werde noch einmal das Gespräch mit der chinesischen Delegation zu diesem Thema suchen "und ihr empfehlen, gelassener mit solchen Aktionen umzugehen. Umgekehrt verurteilen wir es, den Fußball für bewusste Provokationen gegen unsere Gäste zu missbrauchen", sagte Zimmermann.

15.000 Euro Prämie

Die Regionalliga-Partie war als Freundschaftsspiel angesetzt worden, weil das chinesische Team außer Konkurrenz antritt. Mainz gewann vor knapp 400 Zuschauern mit 3:0. Zuvor hatte es Aufregung um die Starterlaubnis des Teams gegeben. Die Stuttgarter Kickers, TuS Koblenz und Waldhof Mannheim haben sich geweigert, gegen die Mannschaft anzutreten. Die anderen Teams erhalten für ihre Bereitschaft 15.000 Euro.

 
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