RB Leipzig: Gegen Stuttgart II zurück zur alten Stärke

Am morgigen Samstag ab 14.00 Uhr kommt es in der Leipziger Red-Bull-Arena zum Duell zwischen dem Gastgeber RB Leipzig und der Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Für RBL-Trainer Alexander Zorniger ist dies ein Spiel gegen seinen ehemaligen Verein, bei dem er mehrere Jahre lang gewirkt hat. Für seine Spieler ist es zudem eine Möglichkeit der Wiedergutmachung, nachdem die letzten beiden Auswärtsspiele beim SV Wehen Wiesbaden und vor allem beim SV Elversberg nach enttäuschender Vorstellung verloren gegangen sind. Mit einem Heimsieg hoffen die Sachsen Relegationsplatz drei am Ende dieses neunten Spieltags zu belegen.

Die jüngsten Auswärtsniederlagen mit einem Heimsieg vergessen machen

Derzeit steht der Aufsteuger mit 14 Punkten und damit punktgleich mit dem Tabellendritten Holstein Kiel auf dem fünften Tabellenplatz. Das letzte Heimspiel gegen den Mitaufsteiger aus Kiel konnte siegreich gestaltet werden, während die Auswärtspleiten beim Aufstiegskonkurrenten Wehen Wiesbaden und gegen den Abstiegskandidaten SV Elversberg ohne Punkte absolviert worden sind. Besonders die Niederlage in letzter Minute im Saarland beim Mitaufsteiger schmerzt gewaltig. Nun soll jedoch der Fokus auf den starken Tabellennachbarn aus Stuttgart gerichtet werden. Trainer Zorniger ist nur wenige Kilometer von der Schwabenmetropole entfernt, geboren. Für Sturmführer Daniel Frahn stellt diese emotionale Nähe seines Coaches keine Problematik dar, wie er gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ offenbart hat: „Es ist ja nicht so, dass wir im Training die ganze Zeit Schwäbisch um die Ohren gefeuert bekommen. Für uns ist es ein genauso wichtiges Spiel wie jedes andere. Und das wollen wir gewinnen." Der Trainer zeigt hingegen Optimismus, wenn er an das Potential seiner Mannschaft denkt: "Wenn wir dann noch unsere Schnelligkeit und Offensive auf den Platz kriegen, wird der VfB ein Problem bekommen.“ Die Motivation und die Qualität bei den Messestädtern scheint ausreichend zu sein, um diese Partie siegreich zu gestalten. Zorniger plant einen Dreierangriff mit Frahn, Poulsen und Morys. Einzig Mittelfeldmann und Joshua Kimmich wird gegen seinen Ex-Verein ausfallen. Der 18-Jährige befindet sich im Aufbautraining.

VfB Stuttgart II als taktisch clever und spielerisch kreativ

Die Erwartungshaltung ist beim Kontrahenten VfB Stuttgart II selbstverständlich eine völlig andere als bei RB Leipzig gewesen, die insgeheim zumindest auf ein Mitmischen im Aufstiegskampf angesichts der enormen Qualität im Kader hoffen. Die U23 des VfB hat nach acht Partien immerhin schon 13 Punkte auf dem Konto und damit nur einen Zähler weniger als Gegner Leipzig und der Tabellendritte aus Kiel. Vor allem die Art und Weise des schnellen, technisch feinen Spielvortrags begeistert. Auch die mannschaftliche Geschlossenheit und die enorme Laufstärke ist eine echte Tugend. Trainer Jürgen Kramny hat zudem eine Mannschaft entwickeln können, die auch taktisch gut geschult ist und es jedem Gegner in der Klasse unangenehm machen kann. Stürmer Marco Grüttner ist mit seinen 27 Jahren der erfahrenste Akteur bei den Spielern mit dem berühmten roten Brustring und hat schon dreimal treffen können. Damit führt er die interne Torschützenliste an. Dahinter folgen die Youngsters wie Marvin Wanitzek, Pascal Breier und Alexander Riemann mit jeweils zwei Treffern. Ex-Profi Kramny kann in Bestbesetzung antreten.

 

Voraussichtliche Aufstellung:

RB Leipzig: Coltorti – C. Müller, Hoheneder, Willers, A. Jung – Kaiser, Fandrich, Sebastian – Frahn, Poulsen, Morys

VfB Stuttgart II: Müller – Mwene, Vier, Geyer, Leibold – A. Riemann, Khedira, Rathgeb, Janzer – Wanitzek, Grüttner

 

FOTO: GEPA Pictures

 

   
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