Ratlosigkeit beim 1. FC Kaiserslautern: "Schwer zu erklären"

Elftes Spiel, siebtes Unentschieden: Der 1. FC Kaiserslautern tritt nach dem 1:1 in Halle auf der Stelle – und zeigte sich nach Spielende vor allem aufgrund einer Tatsache ratlos.

Wieder ein Standard-Gegentor

Als Kenny Prince Redondo nach nur zwölf Minuten zur frühen Führung des FCK traf, schienen die Roten Teufel gute Chancen auf den zweiten Sieg in dieser Saison zu haben. Doch weil vorne wieder einmal die letzte Konsequenz fehlte und der HFC nach 53 Minuten zum Ausgleich kam, reichte es zum wiederholten Mal nur zu einem Punkt. Besonders ärgerlich aus FCK-Sicht: Das Gegentor fiel erneut nach einem Standard. Es war bereits der neunte Treffer, den der FCK in dieser Saison auf diese Weise kassierte. Wobei Trainer Jeff Saibene im Interview mit "MagentaSport" darauf bestand, die Elfmeter-Gegentore nicht zu den Standards zu zählen. "Die Zahl neun ist daher falsch. Trotzdem sind es zu viele Standard-Gegentore."

Entsprechend überraschte es nicht, dass der FCK-Coach das Remis als "zu wenig" bezeichnete. "Wir haben super gut anfangen und es überragend gemacht." Doch mit der Zeit habe der FCK nachgelassen. "Ich bin nicht zufrieden. Über 90 Minuten haben wir nicht so gespielt, wie wir das können. Wie oft hätten wir schießen können, wo wir einen Querpass spielen?", meinte Saibene. "Die Jungs müssen es umsetzen. Wenn wir nicht schießen, können wir keinen Lucky-Punch setzen. Mir fehlte der absolute Wille", ergänzte der FCK-Coach beim MDR. Dabei trauerte der Luxemburger auch den zwei "tausendprozentigen" Chancen von Redondo (40.) und Morabet (61.) hinterher.

"Müssen das so langsam mal in unsere Köpfe bekommen"

"Ich hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß. Das ist sehr bitter", haderte Redondo. Angesprochen auf die Frage, warum der FCK so viele Tore nach ruhenden Bällen kassiert, zeigte sich der 26-Jährige ratlos. "Das ist schwer zu erklären. Wir müssen das so langsam mal in unsere Köpfe bekommen." Diese gingen nach Spielende zunächst nach unten, doch viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht: Am Mittwoch empfängt der FCK auf dem heimischen Betzenberg den VfB Lübeck – und will im sechsten Anlauf den ersten Heimsieg. Ansonsten könnten die anvisierten Aufstiegsplätze in Kürze endgültig außer Sichtweite geraten.

Ob Kapitän Carlo Sickinger mitwirken kann, ist noch offen. Der 23-Jährige verletzte sich vor dem Spiel beim Aufwärmen. "Er hat eine leichte muskuläre Verletzung erlitten", sagte Saibene nach der Partie. "Wir müssen jetzt abwarten, wie schlimm das ist." Für Sickinger rückte Janik Bachmann in die erste Elf und machte seine Sache gut.

   
  • weihnachtsmann

    Bei 9:4 Chancen für Halle letztlich eher ein glücklicher Punkt für Lautern, auch wenn es spielerisch kaum Unterschiede zwischen beiden Mannschaften gab.

  • Mindo Readero

    Nicht nur die Verantwortlichen leben im Elfenbeinturm, sondern auch die Fans, wie man hier in den Kommentaren wieder eindrucksvoll sehen kann.

    Der FCK als unschuldig von Covid-Betroffener, ich lache mich tot. Ohne Covid wäre der Verein schon aufgelöst, all das schon wieder verdrängt?!

  • Tobi

    Wenn ich das Gestammel von Saibene und Co so lese könnte man den Eindruck gewinnen, Kaiserslautern hätte allein Chancen vergeben und sehr, sehr unglücklich ein Remis geholt.

    • Sterneneisen

      …und genau das ist auch, was falsch läuft. Man lebt weiterhin im Elfenbeinturm auf dem Wolkenschloss. Ein Sieg des HFCs wäre unter dem Strich nicht unverdient gewesen, so kommt es eben zum Unentschieden. Aber in Kaiserslautern könnte man ja nicht mal akzeptieren, auf gleicher Höhe wie ein "Ostverein" zu stehen, geschweige denn noch darunter angesiedelt zu sein.

  • Luzifer98

    Unter JS ist leider keinerlei Fortschritt zu erkennen, die Mannschaft spielt den gleichen Mist wie unter BS. Um unser Ziel, den Aufstieg zu erreichen, müssen wir über einen erneuten Trainerwechsel nachdenken. Mit diesem Trainer wird das nichts. Wobei Notzon auf jeden Fall auch gehen muss, seit er hier ist, holt er nur schlechte Trainer und stellt keine richtige Mannschaft zusammen. Und ob die regionalen Investoren eine weitere Saison 3. Liga finanzieren, das ist ungewiss. Leider sind das die Tatsachen.

    • Matthias

      Und ohne Pandemie hättet ihr nun einen Vorteil gegenüber diesen Vereinen. Der FCK kann nicht wirtschaften, sieh es endlich ein, eure Probleme sind Hausgemacht und liegen nicht an der Pandemie.

    • Jens

      Uijuijui jetzt schon wieder nach Geld jammern bei den Spielerkader, kommt hier nicht gut an!

    • Sterneneisen

      Zum Glück sind das die Tatsachen.

      Und Kaiserslautern ist nicht durch Covid in Schieflage gekommen, demzufolge ist man dem FCK auch genügend entgegen gekommen. Der FCK steht jetzt in der Pflicht, nach Insolvenz uvm. auch endlich die Hausaufgaben zu machen.

    • peaveybandit

      Das Getue und Gejammer der DFB-gesponserten "roten (Pleite-)teufel* ist immer wieder lächerlich.
      Die wollen tatsächlich die Aufstiegsplätze "anvisieren", was wiederum auch ohne Munition möglich ist…

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