Rassismus-Vorwürfe gegen die Sportfreunde Lotte

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nimmt einige Spieler von Regionalliga-West-Spitzenreiter Sportfreunde Lotte ins Visier. So soll es im Dezember beim Topspiel der Regionalliga West zwischen Lotte und Trier zu rassistischen Äußerungen gegenüber den dunkelhäutigen Trierern Jeremy Karikari und Marc Gouiffe à Goufan gekommen sein. Nach Aussagen der Betroffenen handele es sich bei den Tätern um die Lotte-Spieler Martin Hess und um Christian Schlösser. Die Gäste aus Trier erklärten derweil in einer Pressmitteilung: 

Stellungnahme von Eintracht Trier

"Während des Spiels kam es zu verbalen Beleidigungen seitens der Spieler Schlösser und Hess gegenüber dem Spieler Jeremy Karikari, die sich nach dem Erhalt der gelben Karte noch verschärften. Darauf hin beschwerte sich der Spieler massiv beim Schiedsrichter in der Halbzeitpause über das Verhalten der betroffenen Spieler aus Lotte. Schiedsrichter Weiner sprach die Spieler von Lotte darauf hin in der Halbzeitpause an und teilte mit, dass er sich ein solches Verhalten verbieten würde. In der zweiten Halbzeit wurde das Verhalten der Spieler aus Lotte keineswegs besser, hinzu kam, dass der Spieler Marc Gouiffe à Goufan durch den ausgewechselten Spieler Schlösser ebenfalls beleidigt wurde. Die Sportfreunde Lotte wiesen die Anschuldigungen zurück. "

Ausschuss tagt am 13. Januar

"An den Vorwürfen ist gar nichts dran. Wir haben selber Ausländer auf der Bank, unser Co-Trainer ist Nordafrikaner – für unsere Spieler kommt so was nicht infrage", erklärte Vereinssprecher Alfons Manikowski der Nachrichtenagentur dpa. "Diese ganze Geschichte, was Trier daraus gemacht hat, ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir wollen das aus der Welt haben". Der Ausschuss in Frankfurt, der am 13. Januar zu diesem Fall tag, will erst ein Dutzend Zeugen und Beschuldigte vernehmen. Erst danach soll entschieden werden, ob es zu einer Anklage gegen einzelne Akteure kommt.

   

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