Rasen-Stresstest: Drei Spiele in sechs Tagen im Preußenstadion

Auf den Rasen im LVM-Preußenstadion kommt in den nächsten Tagen eine außergewöhnliche Belastung zu. Innerhalb von sechs Tagen werden an der Hammer Straße gleich drei Pokalspiele ausgetragen. Sorgen um den Zustand des Spielfelds macht man sich bei Preußen Münster dennoch nicht. 

Hybridrasen soll im September kommen

Den Auftakt macht am Freitag die DFB-Pokal-Partien zwischen Preußen Münster und dem Karlsruher SC. Bereits zwei Tage später folgt das nächste Pokalspiel: Regionalligist Westfalia Rhynern empfängt am Sonntag Zweitligist Dynamo Dresden. Komplettiert wird die ungewöhnliche Serie am Mittwoch mit dem Zweitrundenspiel im Westfalenpokal zwischen den Adlerträgern und dem SSV Buer.

Für den Rasen sei die hohe Belastung aber kein entscheidendes Thema, wie KGaA-Geschäftsführer Markus Sass gegenüber den "Westfälischen Nachrichten" erklärt: "In der Länderspielpause wird der Platz umgebaut." Neben der Installation eines Hybridrasens soll auch die Bewässerungsanlage erneuert werden. Die Arbeiten sind für den Zeitraum zwischen dem Heimspiel gegen Saarbrücken Mitte September und der Partie gegen Rot-Weiss Essen Anfang Oktober vorgesehen.

Das Projekt kostet den Verein zwar rund eine Million Euro. Langfristig soll sich die Investition jedoch auszahlen, da der Rasen künftig deutlich seltener komplett erneuert werden muss. Statt eines regelmäßigen Austauschs soll das Spielfeld künftig lediglich aufgearbeitet und neu eingesät werden.

Großer organisatorischer Aufwand

Auch organisatorisch bedeuten die drei Pokalspiele innerhalb weniger Tage einen erheblichen Aufwand. Für die DFB-Pokalpartie gegen Karlsruhe mussten bereits die vereinseigenen LED-Banden dem Vermarktungskonzept des Verbandes weichen. Zudem stellt Preußen Münster am Sonntag die komplette Infrastruktur für das Heimspiel von Westfalia Rhynern bereit. Der Regionalligist kann seine Partie gegen Dynamo Dresden nicht auf der eigenen Anlage austragen und weicht deshalb nach Münster aus. Dafür erhält der SCP nach Angaben der Zeitung einen mittleren fünfstelligen Betrag und ist darüber hinaus an den Catering-Einnahmen beteiligt.

Während für das Duell zwischen Rhynern und Dresden rund 5.000 Anhänger des Regionalligisten erwartet werden, ist auch der Gästebereich mit etwa 1.900 Dynamo-Fans bereits ausverkauft. Für die Austragung wird unter anderem auch die neue Osttribüne geöffnet. Nach den beiden großen Pokalabenden folgt schließlich am Mittwoch das Westfalenpokal-Spiel gegen den SSV Buer. Dort rechnen die Preußen mit einer deutlich kleineren Kulisse, ehe wenige Wochen später die Arbeiten am neuen Hybridrasen beginnen.

   

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