"Historischer Schritt": Hansa baut 9,5 Millionen Euro Schulden ab

Der F.C. Hansa Rostock hat einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur finanziellen Konsolidierung gemacht. Wie der Klub mitteilte, konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Investor Rolf Elgeti innerhalb weniger Monaten von rund 12,5 Millionen Euro auf drei Millionen Euro reduziert werden. Bis 2030 sollen auch die verbleibenden Schulden vollständig abgebaut sein.

Tilgung in zwei Schritten

Damit verfügt Hansa erstmals über einen konkreten Fahrplan zur vollständigen Entschuldung. Noch vor einigen Jahren hatte der Verein um seine wirtschaftliche Zukunft kämpfen müssen, nun rückt die Schuldenfreiheit in greifbare Nähe. Vorstandsvorsitzender Ronald Maul spricht in einer Mitteilung von einem Meilenstein und einem "historischen Schritt". Eine wichtige Rolle bei der Entschuldung spielt Investor und Hansa-Partner Rolf Elgeti, der dem Klub nun Schulden in Höhe von 1,5 Millionen Euro erließ. Zuvor hatte Hansa eine Summe von acht Millionen Euro durch gestiegene Einnahmen und den Verkauf von Stürmer Ryan Naderi, der im Winter für 5,5 Millionen Euro zu den Glasgow Rangers gewechselt war, selbst getilgt.

Wie Elgeti betont, habe für ihn stets die Frage im Mittelpunkt gestanden, "was für Hansa langfristig gut ist". Umso mehr freue es ihn, dass der Verein inzwischen wirtschaftlich so aufgestellt sei, "dass er seine Verbindlichkeiten schneller abbauen kann". Elgeti war 2015 bei der Kogge eingestiegen und hatte damals bestehende Kredite übernommen, um den FCH vor der Insolvenz zu bewahren. Ursprünglich beliefen sich die Verbindlichkeiten auf rund 21 Millionen Euro.

Budget bleibt unangetastet

Von den verbliebenen drei Millionen Euro entfallen nach Vereinsangaben 1,6 Millionen Euro auf die Ostseestadion GmbH und weitere 1,4 Millionen Euro auf den F.C. Hansa Rostock e.V. Die erste Summe soll bis zum 30. Juni 2027 vollständig zurückgezahlt werden. Gelingt dies fristgerecht, verzichtet Elgeti erneut auf einen Teil seiner Forderungen. Die restlichen 1,4 Millionen Euro sollen anschließend bis Ende Juni 2030 getilgt werden.

Nach Angaben des Vereins geht der beschleunigte Schuldenabbau nicht zulasten der sportlichen Ambitionen. Das Budget für die Saison 2026/27 bleibe unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Zumal auch die Zinsbelastung durch die Schuldentilgung deutlich sinkt. Laut Verein stehen dadurch künftig rund 500.000 Euro pro Jahr zusätzlich für sportliche und infrastrukturelle Projekte zur Verfügung. Darin sieht auch Aufsichtsratschef Sebastian Eggert einen entscheidenden Vorteil. Jeder Euro, der nicht mehr für Zinsen aufgewendet werden müsse, schaffe "zusätzlichen Spielraum für unsere Zukunft". Wenn jetzt auch noch der anvisierte Aufstieg gelingt, kann die Kogge endgültig in eine positive Zukunft schauen.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button