Pulido im Interview: "Rostock hat mich am meisten gereizt“

Im Interview mit liga3-online.de spricht Rostocks Neuzugang Manuel Farrona Pulido über seine schnelle Rückkehr in die 3. Liga, seine Zeit beim VfL Osnabrück und Ziele mit dem F.C. Hansa.

Auch mit anderen Drittliga-Klubs in Gesprächen

liga3-online.de: Nach zwei Jahren beim VfL Osnabrück sind Sie zurück in der 3. Liga. Was hat Sie zum Wechsel zu Hansa Rostock bewogen, Herr Farrona Pulido?

Manuel Farrona Pulido: Der F.C. Hansa ist ein ambitionierter Drittligaklub mit großer Tradition. Dass mein ehemaliger Magdeburg-Coach Jens Härtel die Mannschaft trainiert, hat sicher auch eine Rolle gespielt. Wir hatten bereits zwei erfolgreiche Jahre zusammen und ich bin guter Dinge, dass wir nun in Rostock daran anknüpfen können.

Gab es auch Angebote von anderen Drittligaklubs?

Ich war mit einigen Vereinen aus der 3. Liga in Gesprächen, aber ein Wechsel zu Rostock hat mich am meisten gereizt – auch geografisch gesehen. Als gebürtiger Schleswig-Holsteiner und früherer Nachwuchsspieler des Hamburger SV bin ich ohnehin ein Nordlicht und froh, zurück in Norddeutschland zu sein.

In Osnabrück kamen Sie nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga kaum noch zum Einsatz. Was waren die Gründe dafür?

Schon in der Rückserie der Aufstiegssaison in der 3. Liga hatte unser Trainer Daniel Thioune taktische Änderungen vorgenommen, die für mich weniger Einsatzminuten bedeuteten. Wenn es dann gut läuft, wird natürlich auch nicht mehr viel geändert. Das hat sich in der 2. Bundesliga fortgesetzt. Natürlich hätte ich mir mehr Einsätze gewünscht. Dennoch waren es aber mit dem Aufstieg und dem Klassenverbleib in der 2. Bundesliga insgesamt zwei erfolgreiche Jahre, in denen ich – und das möchte ich betonen – mit Daniel Thioune sehr gut auskam.

 

"Ein Klub, der in die 2. Liga gehört"

Jetzt sind Sie also wieder in der Liga am Ball, in der Sie den Großteil Ihrer bisherigen Karriere verbracht haben. Nach Magdeburg, Fortuna Köln und Osnabrück ist der F.C. Hansa Ihr vierter Klub in der 3. Liga. Ist es so für Sie etwas wie die Rückkehr nach Hause?

(lacht) Wenn Sie das so sehen, können wir gerne von einer Rückkehr nach Hause sprechen. Klar ist, dass ich kein gestandener Zweitliga-Spieler bin und mich natürlich in der 3. Liga deutlich besser auskenne. Ich fühle mich wohl in dieser Liga und weiß, wie man dort Erfolg hat. In Rostock werde ich jetzt alles dafür geben, um dem Team mit meiner Drittliga-Erfahrung weiterzuhelfen.

Mit Rostock sind Sie Anfang der Woche in die Vorbereitung gestartet. Wie ist Ihr erster Eindruck vom Team?

Sehr positiv. Ich hatte mich schon vor dem Wechsel bei meinem Osnabrücker Mitspieler Nico Granatowski und Nils Butzen, mit dem ich bereits in Magdeburg zusammen gekickt hatte, über die Mannschaft informiert und dabei nur Gutes gehört. Das hat sich dann auch bestätigt. Die Truppe hat mich super aufgenommen und die Stimmung im Team ist klasse.

Sie haben einen Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben. Was wollen Sie mit dem Verein bis dahin erreichen?

Der F.C. Hansa ist ein Klub, der in die 2. Liga gehört. Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen – wie vermutlich nahezu jeder andere Drittligaverein. Dass es unglaublich ausgeglichen zugeht und fast alles in dieser Liga unberechenbar ist, weiß ich ja bereits bestens.

Wie schätzen Sie die Neuankömmlinge aus der Regionalliga ein?

Egal ob Lübeck, Saarbrücken, Verl oder Türkgücü: All diese Vereine waren entweder lange nicht oder bisher gar nicht in der 3. Liga am Ball. Das macht eine Prognose über deren Abschneiden schwierig. Generell sind Prognosen in der 3. Liga immer mit Vorsicht zu genießen. (lacht) Ich kann mir aber gut vorstellen, dass alle vier Aufsteiger erst einmal ein paar Wochen brauchen werden, um sich zurechtzufinden.

   
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