Probleme beim Spiel RBL gegen Rostock: 22 Polizisten verletzt

Rund 5.000 Hansa-Fans sorgten am Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel ihrer Kogge bei RB Leipzig für eine bundesligareife Atmosphäre, als sie, wie angekündigt, nach sieben Minuten Stille den Gästeblock betraten und ihr Team in den darauffolgenden 83 Minuten vorbildlich unterstützten. Während es im Stadion ruhig blieb und auch nicht zum Einsatz von Pyrotechnik oder Böllern kam, hielten vor dem Spiel einige Anhänger die Polizeikräfte in Atem. Beim gemeinsamen Marsch der Hansa-Fans in Richtung Stadion wurden nach Angaben der Polizei "massiv Flaschen und pyrotechnische Erzeugnisse auf die eingesetzten Polizisten geworfen". Aus diesem Grund erlitten 17 Polizeibeamte ein Knalltrauma und mussten behandelt werden. Aber auch auf Seiten der Rostocker gab es einige Verletzungen zu beklagen, die zum Teil ambulant behandelt werden mussten.

200 Fans überliefen die Kontrollen

Nachdem die rund 1.800 Fans das Stadion gegen 13 Uhr erreichten, drangen ca. 200 Rostocker Fans ohne Kontrolle in die Arena ein. Dadurch wurde ein Eingangstor schwer beschädigt und konnte nicht mehr benutzt werden. Wie die Polizei mitteilte, konnten die Einlasskontrollen ohne den Einsatz von Polizeibeamten nicht durchgeführt werden, da immer wieder versucht wurde die Kontrollkräfte des Sicherheitsdienstes anzugreifen, um unkontrolliert in das Stadion zu gelangen. Nach dem Spiel blieb alles ruhig. Es erfolgten vier vorläufige Festnahmen wegen Flaschenwürfen, dem Wurf von Pyrotechnik und Beleidigung gegen Polizeibeamte. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Insgesamt wurden 22 Polizeibeamte leicht verletzt.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   
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