Preußen Münster: Erfolgreiches Jahr geht zu Ende

Das letzte Pflichtspiel im Jahre 2011 ist für den SC Preußen bestritten, es ist Zeit für die Winterpause. Doch zunächst blickt liga3-online.de auf eine turbulente und insgesamt durchaus erfolgreiche erste Saisonhälfte zurück. Nachdem der SCP zuletzt in Ober- und Regionalliga herumdümpelte, hieß es dieses Jahr endlich wieder Profifußball im Preußenstadion. Die Spiele gegen die etlichen Zweitvertretungen sind endlich Geschichte. Mit Spannung fieberten die Münsteraner dem Saisonstart entgegen. Heraus kam eine durchwachsene, aber keinesfalls enttäuschende Saisonhälfte, die auf Platz 13 endete.

Bis zum achten Spieltag ungeschlagen

Der SCP begann die erste Drittligasaison gleich mal sehr erfolgreich. So waren die Münsteraner bis zum achten Spieltag ungeschlagen. Zwischenzeitlich befand sich der SCP sogar auf den Aufstiegsplätzen. Euphorie machte sich breit im Münsterland. Die Fans waren begeistert und pilgerten zahlreich zu den Heimspielen. Doch gleich die erste Niederlage sollte Schmerzhaft für jeden Fan werden. Das Derby beim Erzrivalen VfL Osnabrück stand vor der Tür. Die Euphorie war riesig – das Ergebnis enttäuschend. Nachdem 0:1 in Osnabrück folgten durchwachsene Wochen. So gab es Heimsiege gegen Aalen und Regensburg, aber auch Niederlagen in Wiesbaden und Darmstadt.  Im Preußenstadion gelang es bislang noch keinem Gegner, drei Punkte einzufahren. Der SCP ist zu Hause noch ungeschlagen. Achtungserfolge gegen Tabellenführer Regensburg und Aufstiegsaspiranten Heidenheim sorgten für gute Stimmung in Westfalen. Im Derby gegen Bielefeld gab es dann ein eher langweiliges 0:0. 

Bleibt Fascher in Münster?

Doch auch Münster hat seine Schwächen. Wie Trainer Marc Fascher immer so schön sagt: "Wir haben leider die Fähigkeit, es uns selber extrem schwer zu machen". Manchmal fehlt wohl einfach die Konzentration. Inwieweit sich die Preußen in der Winterpause verstärken werden ist noch unklar. Zuletzt kam Mittelfeldakteur Daghfous vom Zweitligisten SC Paderborn nach Münster. Auch die Personalie Sercan Güvenisik ist ein heikles Thema. SCP-Coach Marc Fascher stellte den 31-Jährigen zunächst vom Trainings- und Spielbetrieb frei. Trainer ist ein gutes Stichwort. Bleibt Fascher überhaupt beim SC Preußen? Diese Personalie ist weiterhin nicht geklärt. Bis dato gab es keine klaren Bekenntnisse Faschers zum SCP – die Vertragsverhandlungen dauern an. Zuletzt wurde der gebürtige Hamburger auch als Trainer bei Hansa Rostock gehandelt. Dort hat nun allerdings Wolfgang Wolf übernommen.

Abstiegskampf?!

Eine Frage bleibt noch zu klären. Wo geht der Weg hin für den SC Preußen? Theoretisch gesehen ist noch alles möglich. Mit 27 Punkten befindet man sich im Tabellenmittelfeld und hat nur 5 Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz (1.FC Saarbrücken). Das Polster nach unten beträgt momentan 8 Punkte. Praktisch gesehen wird man wohl im Tabellen-Niemandsland versinken. Darauf festsetzen sollte man sich allerdings nicht, man hat zwar 8 Punkte Vorsprung auf Platz 18, ist aber noch lange nicht raus aus dem Abstiegskampf. Insgesamt war es allerdings eine erfolgreiche Hinserie. Als bester Aufsteiger und im Mittelfeld der Tabelle geht es also für den SCP in die Winterpause.

FOTO: Sven Rech

   
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