Preußen ebnen Weg für erfolgreiche Rückrunde

Der SC Preußen Münster hat mit einem 4:2-Sieg über Tabellenschlusslicht Wacker Burghausen das Jahr 2013 versöhnlich abgeschlossen. Durch den so wichtigen Dreier verbessern sich die Adlerträger auf Rang elf und dürfen darauf hoffen, dass der derzeit anhaltende Trend ein Indiz für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte wird. Der Sieg gegen den SV Wacker war das sechste ungeschlagene Spiel in Folge, in dieser Zeit sammelte die Elf von Ralf Loose beachtliche zwölf Punkte, blieb dreimal ohne Gegentor. Ohnehin konnten sich die Westfalen im Laufe der letzten Wochen wieder zu einem gefestigten Team entwickeln, das schwer zu schlagen ist. Nur sechs Niederlagen aus den bisherigen 21 Spieltagen ist Bestwert in der unteren Tabellenhälfte und kann insgesamt nur von den beiden Topteams aus Heidenheim und Leipzig getoppt werden. Dennoch bleibt dem ganzen Verein nur zu wünschen, dass er aufgrund dieses Trends die ersten Wochen der Spielzeit nicht vergisst. Dem eigenen Anspruch (Aufstieg in die 2. Bundesliga) liefen und laufen die Adlerträger weit hinterher. Das Team, das rein individuell sicherlich zu den besten der Liga zu zählen ist, funktionierte in dieser Spielzeit mehr als nur einmal weder auf noch neben dem Platz. Die Suspendierungen von Kevin Schöneberg und Michael Holt sowie die einmaligen Kaderstreichungen der etablierten Kräfte Dominik Schmidt und Mehmet Kara sprechen eine eindeutige Sprache.

Preußen müssen auf Transfermarkt aktiv werden

Zudem ist der Kader bei weitem nicht so breit, wie man es sich im Juli und August vorgestellt hatte. Mehrere Neuzugänge wie Holt oder Muhovic erhalten gar keine Chance, Stürmer Rogier Krohne konnte sich zwar bereits dreimal in die Torschützenliste eintragen, gilt aber als keine ernsthafte Alternative in der Startelf für Matthew Taylor. Hier muss der SC Preußen in der Winterpause noch aktiv werden. Dann steht einer erfolgreicheren zweiten Saisonhälfte aber auch nicht mehr viel im Wege. Sollten die Adlerträger ihr unbestritten hohes Potential auch in 2014 umsetzen können, dürfte der Weg raus aus dem Keller nicht allzu lange dauern. Dazu bedarf es Spieler – aber vor allem auch Offizielle – die die aktuelle Situation ganz genau einschätzen können und nicht nach einem Sieg gleich wieder von Aufstieg sprechen. Denn einen „Grund zu Träumereien“, wie Ralf Loose es nennt, gibt es noch lange nicht.

FOTO: Dieter Schmoll

   
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