Preußen-Böllerwerfer muss fünf Jahre ins Gefängnis

Am 10. September 2011 kam es im Vorfeld des Spiels VfL Osnabrück gegen Preußen Münster zu einer Detonation auf der Westtribüne. Dabei wurden 33 Menschen teils schwer verletzt und leiden zum Teil bis heute an den Spätfolgen wie Tinitus und Schlafstörungen. Preußenfan Juri C. wurde des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt. 

Er habe niemanden verletzen wollen

Heute Mittag folgte die Verurteilung des Landgerichts in Osnabrück. Juri C. wurde zu fünf Jahren Haft. Außerdem trägt der Italiener aus Münster die Verfahrenskosten und muss 40.000 € Schmerzensgeld an elf Nebenkläger zahlen. Seine Verteidigung sprach sich indes jeder Zeit für eine dreijährige Haftstrafe im offenen Vollzug aus, da Juri C. nicht vorsätzlich gehandelt habe. Nach dem Urteilsspruch entschuldigte sich der 24-jährige, der seither in Untersuchungshaft saß, erneut bei den Opfern der Explosion. Zugleich beteuerte er, er habe niemanden verletzen wollen und daher den Sprengsatz gezielt auf das sechs Meter breite Dach geworfen. Dort rutschte es jedoch durch einen Schlitz und detonierte erst im Tunnel unterhalb der Tribüne.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   
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