Pragmatisch im Erfolg: Zimmermanns nüchterne Sichtweise

Befreiungsschlag für Jena: Nach dem 1:0 gegen Hansa Rostock verlässt der FCC vorerst die Abstiegsränge. Das sorgte für Zufriedenheit im Jenaer Lager – sogar bei einem, der gar nicht mitspielen durfte. 

Zimmermanns Pragmatismus

Besser hätte die Stimmung bei Carl Zeiss Jena kaum sein können. Ein später Treffer von Neuzugang Florian Brügmann (85.) sicherte Jena im mit Spannung erwarteten Klassiker gegen Hansa Rostock drei Punkte, das Team von Trainer Mark Zimmermann belegt damit vorerst Rang 15 mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. "Vor dem Spiel waren wir 18., da kann ich mir für Ballbesitz oder schönes Spiel nichts kaufen, sondern wir wollen einfach erfolgreich sein", sagte Zimmermann bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Mannschaft habe eine "sehr gute" erste Halbzeit gespielt, konnte die durchaus vorhandenen Tormöglichkeiten aber nicht für sich nutzen. Sobald Jena im oder am gegnerischen Strafraum auftauchte, war die Zielstrebigkeit dahin. "Ja, das war schon auffällig. Aber wenn alles klappen würde, stünden wir in der Tabelle auch woanders", sagte Manfred Starke der "Ostthüringer Zeitung".

Kein Pannewitz-Debüt

Realismus ist angesagt beim FCC. Auch bei Kevin Pannewitz, dem sicher prominentesten Akteur bei Jena. Weil Zimmermann im zweiten Durchgang offensive Wechsel vornahm, musste Pannewitz das ganze Spiel von draußen anschauen, dabei hatte er seit Wochen darauf gehofft, im Spiel gegen seinen Ex-Club von der Ostseeküste für Jena zu debütieren. Doch der Profifussball ist eben kein Wunschkonzert, und das hatte Pannewitz in den vergangenen Jahren mehrfach am eigenen Leibe erfahren. Und so richtete Jenas prominentester Akteur den Blick auf das Wesentliche. "Das Wichtigste ist doch, dass wir heute die drei Punkte geholt haben", sagte er der "OTZ". Da spielte es aus sportlicher Sicht auf keine Rolle mehr, dass Jan Löhmannsröben kurz vor Schluss Gelb-Rot sah. Wirklich gefährdet war der Sieg in den letzten Momenten der Partie nämlich nicht mehr.

   
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