Pourie im Interview: "Von mir wird noch mehr kommen!"

Im Interview mit liga3-online.de spricht Marvin Pourie vom SV Meppen über seine Rolle als "Weltenbummler", den Saisonstart mit dem SVM mit Höhen und Tiefen, das Duell gegen die SV Elversberg sowie seine prägenden Stationen im Ausland. 

"Auch privat etwas in Meppen aufbauen"

Der SV Meppen ist im Laufe Ihrer Karriere bereits der 14. Klub, für den Sie am Ball sind. Fällt es Ihnen überhaupt noch schwer, sich bei einem neuen Verein zurechtzufinden, Herr Pourie? 

Marvin Pourie: Ich bin vom Typ her so, dass ich ohnehin so gut wie nie Anfangsschwierigkeiten bei einem neuen Verein habe. Mittlerweile war ich schon bei einigen Klubs und habe so mehrere Spiele in der 3. Liga absolviert, dass man sich untereinander von den Plätzen kennt. Außerdem kenne ich die Region hier, dadurch, dass meine Heimat Werne – in der Nähe von Münster – in unmittelbarer Nähe liegt.  

Nach mehreren Stationen in den zurückliegenden Jahren ist es nun der zweite fixe Wechsel in Folge. Warum ist Ihre Entscheidung auf den SVM gefallen? 

Es war eine bewusste Entscheidung für den SV Meppen. Die Konstellation bei einem ambitionierten Drittligisten zu spielen und in der Nähe der eigenen Heimat zu leben, gibt es nicht allzu häufig. Wir wollen uns auch privat etwas in Meppen aufbauen. 

Mit jeweils zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 11:11 ist die Bilanz des SVM nach sechs Spieltagen exakt ausgeglichen. Bislang gab es sowohl hohe Erfolge als auch deutliche Niederlagen. In welche Richtung lenken Sie Ihre Blicke? 

Die bisherige Saison verläuft zum Teil wie eine Achterbahnfahrt. In einigen Spielen haben wir wohl den einen oder anderen Punkt verschenkt. Besonders bei der 0:3-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg hätte eine solch hohes Ergebnis nicht sein müssen. Auch das 0:4 beim TSV 1860 München fiel deutlicher aus, als es am Ende war. Ich bin aber guter Dinge, dass wir in den kommenden Wochen mehr Konstanz in unsere Ergebnisse bringen werden. Dann wird es nämlich auch extrem schwierig, gegen uns zu punkten.  

Für Sie persönlich läuft es aber dennoch rund. Mit vier Toren und zwei Vorlagen haben Sie bereits sechs Scorerpunkte gesammelt. Wie bewerten Sie Ihren Einstieg beim SVM? 

Ich arbeite immer hart an mir selbst. Bislang war es ein ordentlicher Start. Von daher bin ich zufrieden. Ich weiß aber auch, dass ich noch mehr leisten kann, und das werde ich den nächsten Wochen auch beweisen.  

 

"Richte meine Blicke auf jeden Fall nach oben"

Welche Ziele haben Sie sich im Emsland gesteckt? 

Der SV Meppen ist ein etablierter Drittligist. Es wird Zeit, vielleicht schon in dieser Saison, den nächsten Schritt zu gehen. Wir haben mit Stefan Krämer den richtigen Trainer und verfügen über eine qualitativ sehr gute Mannschaft. Ich richte meine Blicke aber auf jeden Fall nach oben. Wie weit es hoch gehen kann, werden wir dann sehen.  

Am Sonntag (ab 13 Uhr) empfängt der SVM mit der SV Elversberg die bisher vielleicht größte Überraschung der noch jungen Spielzeit. Was erwartet Euch im Duell gegen Elversberg? 

Man muss vor der SV Elversberg in der bisherigen Saison einfach nur den Hut ziehen. Mit welcher Selbstverständlichkeit sie in der Liga und auch im DFB-Pokal aufgetreten sind, hat mich schon beeindruckt. Einen ambitionierten Bundesligisten wie Bayer 04 Leverkusen zum Teil an die Wand zu spielen, schafft nicht jeder. Von daher sind wir auf jeden Fall gewarnt.  

Worauf wird es ankommen, um die Bilanz ins Positive zu ziehen? 

Wir haben Elversberg in den vergangenen Tagen analysiert und gehen gut vorbereitet in die Begegnung. Wichtiger ist aber vor allem unser eigenes Spiel. Wir müssen es vermeiden, unnötige Fehler zu machen. Dann sind wir auch in der Lage, der SVE ihre Grenzen aufzuzeigen. 

Neben Deutschland waren Sie auch in England, Dänemark, Belgien und Russland am Ball. Wo hat es Ihnen am besten gefallen? 

Es gibt nicht die eine Station oder das eine Land, das mich in seinen Bann gezogen hat. Jedes Team, für das ich am Ball war, und die dazugehörige Liga hatten ihren eigenen Reiz. Eine besonderer Karriereabschnitt während meiner Laufbahn waren aber sicherlich die drei Jahre im Nachwuchs beim FC Liverpool. Diese Zeit hat mich als Fußballer besonders geprägt. In Liverpool habe ich sehr viel gelernt.  

Welcher Moment wird Ihnen aus Ihrer Karriere für immer in Erinnerung bleiben? 

Ach, da gab es so viele wunderschöne Momente, die ich wohl nie vergessen werde. In Dänemark hatte ich zum Beispiel eine sehr erfolgreiche Zeit. Aber jeder Erfolg bringt auch neue Zielsetzungen mit sich. Nun will ich beim SV Meppen für eine erfolgreiche Zukunft sorgen. Ich denke, dass die ersten vier Ränge im Bereich des Möglichen sind.  

 

   
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