Pick wird deutlich: "Frechheit, was wir abgeliefert haben"

Von

© imago images / Eibner

Auch zwei Tage nach dem 1:6-Debakel beim SV Meppen hält der Schock über die Darbietung des 1. FC Kaiserslautern bei vielen Fans weiter an. Florian Pick fand am Sonntag deutliche Worte – und nahm Trainer Sascha Hildmann in Schutz.

"Das war wirklich bodenlos"

Wie konnte ein solcher Auftritt zustande kommen? Eine Antwort auf diese Frage konnte bisher niemand der Beteiligten liefern. Für Florian Pick steht aber fest: "Es war eine Frechheit, was wir da abgeliefert haben", wie er im Gespräch mit dem "SWR" deutlich machte. Selbst über ein 1:9 hätte man sich nicht beklagen dürfen, meinte der Offensivspieler. "Wer 1:6 in Meppen verliert, und ich betone wirklich: Meppen, der muss sich mal an den Kopf fassen und fragen, was hier los ist", fand Pick klare Worte, bescheinigte dem SV Meppen aber zeitgleich eine starke Leistung. "Wer den Betzenberg kennt, der weiß natürlich, dass hier jetzt die Kacke am dampfen ist."

Gegen Trainer Sascha Hildmann, der offenbar am Sonntagabend über seine Beurlaubung informiert wurde, habe die Mannschaft aber nicht gespielt: "Wir hatten einen klaren Plan", sagte Pick und betonte: "Selbst mit einem anderen Trainer wäre diese Leistung zustande gekommen." Warum? "Weil es vom Kopf her bei jedem Einzelnen nicht Klick gemacht hat. Da hilft dir auch kein Trainer, der dir das beibringt, diese Mentalität zu haben." Der Trainer sei dafür da, die Leitlinien zu geben und die Spieler auf das Spiel ordentlich vorzubereiten. "Aber die Mentalität und die Leidenschaft, das Herz, im Spiel alles zu geben, das muss von dir selbst kommen. Und das war wirklich bodenlos", so der 24-Jährige. "Bei jedem, bei wirklich allen hat hundert Prozent gefehlt."

Großer Druck auf dem Kessel

Entsprechend groß ist der Druck vor dem anstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am kommenden Samstag: "Logisch wird gegen Magdeburg ein sehr großer Druck auf dem Kessel sein. Aber das ist immer noch der FCK. Jeder, der hierhin wechselt weiß, was hier abgeht. Und damit muss man klarkommen und umgehen können." Zunächst müsse jeder mit dem Finger auf sich und nicht auf andere zeigen, meinte Pick. Klar ist: Gewinnt der FCK, würde das die Gemüter etwas beruhigen. Bei einer weiteren Niederlage jedoch, "wird es sehr, sehr unangenehm", weiß auch Pick.

 

   
  • Sterneneisen

    So läuft das eben, wenn man Meppen als Fallobst sieht, während man sich selbst als Favorit im Aufstiegsrennen versteht – ohne auch nur einmal eine dazu passende Leistung gezeigt zu haben. Hochmut kommt vor dem Fall.

liga3-online.de