Ost-Derby ohne Sieger – Pyrotechnik sorgt für Unterbrechung

Hansa Rostock und der 1. FC Magdeburg trennten sich am späten Mittwochabend 1:1. Nachdem die Partie unmittelbar nach Anpfiff aufgrund des Zündens und Abfeuerns von Pyrotechnik und Böllern in beiden Fanblöcken knapp 15 Minuten unterbrochen werden musste, sorgte ein Eigentor von Hainault in der 48. Minute zunächst für die Hansa-Führung. Burak Altiparmak egalisierte diese in der 68. Minute dann zum 1:1-Endstand. 

Partie nach Pyrotechnik lange unterbrochen

Hansa legte vor 16.300 Zuschauern offensiv los und hatte bereits nach zwei Minuten die erste gute Chance, als Jänicke nach einer Flanke frei vor Glinker stand. Sekunden später musste Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie unterbrechen, da in beiden Fanblöcken Pyrotechnik gezündet wurde – dichter Nebel zog durch das Ostseestadion. Jablonski gab die Partie nach knapp zwei Minuten wieder frei, doch erneut wurde in beiden Blöcken gezündet. Zudem schossen beide Fanlager Böller und Raketen in den jeweils anderen Block. Jablonski unterbrach das Spiel erneut und schickte die Mannschaften in die Kabine. Der Abbruch drohte – nach 15 Minuten konnte es aber weitergehen. Magdeburg steckte die Unterbrechung besser weg und kam in Minute 26 zur einer Riesenchance: Beck war frei durch, zog aber vorbei. Magdeburg blieb die bessere Mannschaft, Hansa war noch nicht im Spiel. Wenn es mal gefährlich wurde, dann bei langen Bällen, doch richtig präzise waren diese nicht. So ging es nach einer 18-minütigen Nachspielzeit torlos in die Pause.

Eigentor von Hainualt – Altiparmak trifft aus 25 Metern

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Keine drei Minuten nach Wiederanpfiff ging die Kogge nach einem Eigentor von André Hainault in Führung. Nach einem Schuss von Perstaller konnte Keeper Glinker nur prallen lassen. Hainault stand genau in der Flugkurve des Balles und beförderte ihn mit viel Pech ins eigene Tor – das Stadion bebte. Unmittelbar nach dem Tor zündeten Hansa-Fans erneut Pyrotechnik, dieses Mal musste das Spiel aber nicht unterbrochen werden. In Minute 57 hatte Perstaller das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber denkbar knapp. Hansa war nun klar überlegen, von Magdeburg kam zu wenig. Die Härtel-Elf kämpfte zwar, traute sich aber zu selten nach vorne. So musste in der 67. Minute ein direkt verwandelter Freistoß von Altiparmak aus 25 Metern zum eher glücklichen Ausgleich des FCM herhalten – keine Chance für Schuhen. Zehn Minuten später brachte Andrist den Ball auf der anderen Seite im Tor unter, das Schiedsrichter-Gespann entschied jedoch auf Abseits – der Treffer zählte nicht. Hansa erhöhte nun wieder den Druck und kam in Minute 78 zu einer Riesenchance, Andrist verpasste eine Hereingabe von Jänicke jedoch um Zentimeter. Fünf Minuten vor dem Ende reklamierten die Rostocker ein Foulspiel im Strafraum, Jablonski ließ aber weiterspielen. Die Partie wurde nun hitziger, keine wollte sich in letzter Minute geschlagen geben. Hansa warf noch einmal alles nach vorne, musste sich aber mit dem 1:1 zufrieden geben und spielte somit zum fünften Mal in Folge Unentschieden.

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