Heimsiege für Osnabrück und Halle – Aalen an der Spitze

Spieltag6b

Zum Auftakt des 6. Spieltages konnten der VfL Osnabrück (1:0 gegen Wehen Wiesbaden) und der Hallesche FC (2:1 gegen Preußen Münster) am Freitagabend jeweils wertvolle Heimsiege einfahren. Aalen musste sich gegen Hansa Rostock trotz einer frühen Führung zwar mit einem 1:1 begnügen, grüßt aber zumindest vorläufig von der Spitze.

Doppelschlag bringt Halle auf die Siegerstraße

Es waren keine vier Minuten gespielt, da lagen die Gäste bereits mit 1:0 in Führung. Jesse Weißenfels setzte sich auf dem rechten Flügel durch, ließ mehrere Abwehrspieler aussteigen und brachte den Ball in die Mitte. Dort ließ Schilk Gegenspieler Grimaldi aus den Augen, sodass dieser nur noch einschieben musste. Die frühere Führung gab den Preußen sichtlich Selbstvertrauen, von Halle war unterdessen nicht viel zu sehen. Dass Trainer Rico Schmitt mit dem Auftreten seiner Mannschaft gar nicht zufrieden war, zeigte sich auch an der Tatsache, dass er die Wechselspieler bereits nach 16 Minuten zum Warmmachen schickte. Ein klares Zeichen an die Akteure auf dem Platz, die nun in der Tat etwas griffiger wurden. Nach 25 Minuten hatte Halle aber Glück, dass Weißenfels aus guter Position zu überhastet abschloss. Auch wenige Augenblicke später hätte das 2:0 für Münster fallen können, Rizzi beförderte das Spielgerät nur hauchdünn vorbei. Nach 43 Minuten zeigten sich die Hausherren zielgenauer und kamen durch Benjamin Pintol zum 1:1. Keine zwei Minuten später lagen die Saalestädter sogar in Führung: Nach einer Ecke stand Fabian Baumgärtel genau richtig und traf per Kopf – Spiel gedreht! Direkt nach ging es in die Pause.

Den zweiten Durchgang startete Münster offensiv und hatte schon nach 49 Minuten die dicke Chance auf den Ausgleich: Ein Ballverlust von Fennell ebnete den Weg für Weißenfels, der Bredlow aus 13 Metern aber nicht überwinden konnte. 13 Zeigerumdrehungen später hatten die Preußen dann Glück, dass Pintol nicht das 3:1 erzielte – Schulze-Niehues war auf dem Posten. In Minute 65 hatte Pintol erneut die große Gelegenheit auf den dritten Treffer, dieses Mal stand Schweers im Weg. Die Führung für den HFC war mittlerweile verdient, Münster hingegen zeigte sich im Offensivspiel zu harmlos. Erst ein Distanzschuss von Rühle nach 80 Minuten sorgte wieder für Gefahr, als dieser nur knapp über die Latte ging. Halle versuchte in dieser Phase, möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen und das 2:1 über die Zeit zu retten – mit Erfolg! Nach dem zweiten Saisonsieg schiebt sich der HFC in das Mittelfeld vor, Münster bleibt mit nur vier Punkten aus sechs Partien im Keller hängen.

1:0 gegen Wiesbaden: Osnabrück zurück in der Spur

Nach einer ruhigen Anfangsphase ohne nennenswerte Torchancen übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando und kamen nach zwölf Minuten erstmals gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Nach einem schnellen Zuspiel von Willers auf Savran kam der Ball über Heider zu Wriedt, der auf dem Flügel bereits auf und davon war – die nachfolgende Flanke wurde aber geblockt. Osnabrück wurde nun immer zielstrebiger und ließ die Bälle mehrmals schnell durch das Mittelfeld laufen. Nach 19 Minuten hatte Savran das 1:0 für die Lila-Weißen auf dem Kopf, setzte das Leder jedoch knapp vorbei. Wriedt hatte in der 21., 26. und 30. Minute drei weitere Torgelegenheiten für den VfL, scheiterte aber jeweils an Kolke. Wenig später stockte den Osnabrücker Zuschauern der Atem: Nach einem Abwehrfehler war Schäffler frei durch, Gersbeck reagierte glänzend (29.). Nach 36 Minuten konnte dann gejubelt werden: Halil Savran wurde von Heider in den Strafraum geschickt und belohnte die Drangphase der Lila-Weißen mit dem verdienten 1:0. Wiesbaden reagierte mit wütenden Angriffen, Schindler (40.) und Funk (41.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterten aber am starken Gersbeck. So ging es mit dem 1:0 für Osnabrück in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann schwungvoll, Wiesbaden stand nun deutlich höher. Da den Hessen jedoch die Genauigkeit im Spiel nach vorne fehlte, blieben echte Torchancen Mangelware. Besser machte es da schon der VfL, der in Person von Wriedt nach 49 Minuten frei durch war, die Kugel jedoch verlor. Wiesbaden wurde in dieser Phase nur einmal gefährlich, Stephane Mvibudulu verfehlte das Ziel allerdings deutlich (53.). So konnte die Enochs-Elf ihr Spiel aufziehen: In Minute 65 hatte Schulz mit einem Distanzschuss aus 19 Metern das 2:0 auf dem Fuß – knapp vorbei. 15 Minuten vor dem Ende machte Wiesbaden nochmal auf sich aufmerksam, ein Schlenzer von Blacha verfehlte das Tor jedoch erneut deutlich. Eine Schlussoffensive der Gäste blieb danach aus, zu ungenau waren die letzten Pässe. Der VfL Osnabrück fuhr somit einen verdienten Heimsieg ein und rückt nun vorerst auf den dritten Tabellenplatz vor.

Aalen nach 1:1 gegen Hansa vorläufig Spitze

Vor 4.505 Zuschauern erwischten die Hausherren einen Blitzstart und gingen bereits nach drei Zeigerumdrehungen in Führung. Wegkamp musste eine Hereingabe von Morys, der sich über den linken Flügel durchgesetzt hatte, nur noch einschieben. Mit der Führung im Rücken war der VfR nun klar überlegen, Ojala (6.) und Kartalis (9.) hatten weitere Chancen. Hansa war unterdessen zwar um eine Reaktion bemüht, fand gegen kompakt stehende Hausherren allerdings nur selten eine Lücke. Die beste Chance in der Anfangsphase hatte Tobias Jänicke, als er einen Distanzschuss auf das Tor brachte (16.). Sonderlich gefährlich war diese Szene aber nicht. Und so blieb Aalen am Drücker und drängte auf den zweiten Treffer: Morys (19.) und Ojala (23.) probierten es über die Außen, fanden für ihre Flanken jedoch keine Abnehmer. In Minute 31 stand erneut Ojala im Fokus, dieses mal scheiterte der Finne an Schuhen. Unmittelbar danach kam Hansa wie aus dem Nichts zur ersten gefährlichen Chance: Andrist nahm aus 26 Metern Maß und zwang VfR-Keeper Bernhardt zu einer Glanzparade. In dieser Phase fand die Kogge etwas besser ins Spiel, konnte bis zur Pause aber nichts mehr am Spielstand drehen.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Riesenchance für Hansa: Andrist stand nach einem Abwehrfehler frei vor Bernhardt, scheiterte jedoch aus fünf Metern am Fuß des Aalener Keepers (52.). Die Gäste erhöhten nun den Druck und kamen in Minute 65 zum Ausgleich: Im Anschluss an eine Ecke landete der Ball bei Marco Gebhart, der das Spielgerät in das Zentrum brachte. Dort stand Matthias Henn genau richtig und netzte zum 1:1 ein. Aalen suchte danach die schnelle Antwort: Morys zog nach 66 Minuten knapp vorbei. Insgesamt waren die Hausherren nach dem Gegentreffer aber aus dem Tritt, der letzte Pass kam oftmals nicht an. Als ein solcher nach 77 Minuten den Fuß von Morys fand, stand dieser nach einem Zuspiel von Vasiliadis im Abseits. Danach flachte das Niveau ab, erst vier Minuten vor dem Ende hatte Ojala noch einmal die Chance, traf das Spielgerät aber nicht richtig. Auf der anderen Seite sorgten Gebhardt und Platje (87.) für Gefahr, Bernhardt hielt die Kugel aber fest. So blieb es beim 1:1, mit dem Aalen vorläufig an von der Tabellenspitze grüßt.

 
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