VfL bleibt Spitzenreiter – Joker Cigerci führt Cottbus zum Sieg

Der VfL Osnabrück bleibt auch nach dem 27. Spieltag an der Tabellenspitze. Am Mittwochabend setzten sich die Lila-Weißen mit 2:0 gegen Viktoria Köln durch. Punktgleich dahinter liegt weiterhin Energie Cottbus, das nach Rückstand mit 2:1 beim Stuttgart II gewinnen konnte. Erfolge feierten auch der TSV 1860 (2:1 gegen Aue), der SSV Jahn Regensburg (2:1 in Verl) sowie die TSG Hoffenheim II (3:1 in Ulm). 

Osnabrück 2:0 Köln: Lila-Weiß verteidigt die Tabellenführung

Als Spitzenreiter ging der VfL Osnabrück in die Begegnung mit den Domstädtern, wollte die Tabellenführung möglichst verteidigen und erwischte einen Traumstart. Badjie nahm auf der rechten Außenbahn Fahrt auf und fand mit seiner scharfen Hereingabe in den Kölner Strafraum Meißner, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einnetzte (5.). In einer flotten Begegnung blieben die Niedersachsen in der Folge das bessere Team, besaßen noch eine weitere gute Möglichkeit durch Badjie (29.) und legten kurz vor der Pause das 2:0 nach. Dieses Mal brachte Wagner den Ball von rechts vor den Kasten und Kopacz lenkte das Leder mit der Hacke über die Linie – ein schöner Treffer (42.).

Nach dem Seitenwechsel nahm Osnabrück ein wenig Tempo aus der Begegnung, während den Domstädtern im Spiel nach vorne einfach zu wenig einfiel. Der eingewechselte Lesueur hatte nach etwas mehr als einer Stunde noch eine gute Chance für Lila-Weiß, scheiterte mit seinem zu zentralen Abschluss aber an Schulze (63.). Viel mehr passierte nicht an der Bremer Brücke, so dass der VfL das Spiel letztlich nach Hause schaukelte, den dritten Sieg in Folge einfuhr und damit die Tabellenführung verteidigte. Köln bleibt Zehnter.

Stuttgart II 1:2 Cottbus: Tolcay Cigerci wird als Joker zum Matchwinner

In Großaspach nahm Energie Cottbus das Fernduell um die Tabellenspitze mit dem VfL Osnabrück auf und bekam es mit der Zweitvertretung des VfB Stuttgart zu tun. Die wusste die Lausitzer zunächst ganz gut in ihre Schranken zu weisen und hatte nach 22 Minuten zudem Glück, dass ein Treffer von Lucoqui wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Engelhardt und Manu nicht anerkannt wurde. Nur drei Minuten später jagte Butler das Leder zudem aus wenigen Metern über den Stuttgarter Kasten (25.). So blieb es bei einem torlosen Spielstand zur Halbzeit.

Mit dem zweiten Durchgang schlug die Stunde der Joker. Zunächst traf der eingewechselte Ouro-Tagba nach toller Vorleistung von Olivier per Abstauber zur Führung der Hausherren (51.), woraufhin Wollitz mit der Einwechslung von Tolcay Cigerci reagierte. Der Offensivspieler war keine zwei Minuten auf dem Feld, da bekam di Benedetto im eigenen Strafraum den Ball an die Hand und Cigerci traf per Elfmeter zum Ausgleich (60.). Mit der übernächsten Szene, dazwischen hielt Hellstern bravourös gegen Butler (62.), wurde Cigerci dann auch noch zum Vorbereiter. Seine flache Hereingabe von der rechten Grundlinie drückte Borgmann zum 2:1 über die Linie (64.) – Spiel gedreht. Ein weiterer Treffer wurde Cigerci schließlich noch durch eine starke Parade von Hellstern verwehrt (80.), doch mit dem knappen Sieg dürften letztlich alle Lausitzer zufrieden sein. Cottbus verbleibt damit auf Rang zwei, Stuttgart II rutscht auf Rang 14 ab.

1860 2:1 Aue: Löwen siegen im Nebel des Grünwalder Stadions

Ein volles Haus und beste Stimmung im Grünwalder Stadion, wo sich der FC Erzgebirge Aue die Ehre gab und gleich einmal einen Rückschlag wegstecken musste. Zwar parierte FCE-Keeper Männel einen Schuss von Volland noch sehenswert, hatte gegen den Abstauber von Wolfram aber keine Chance (7.). Die Veilchen wussten allerdings sofort zu antworten, und Bär traf gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber per Aufsetzer ins linke Eck zum 1:1 (12.). Wieder nur eine Zeigerumdrehung später traf Voet für die Münchner Löwen die Latte (13.). Weil zudem Dähne bei einem verlängerten Ball von Bär auf seinem Posten war (43.), ging es schließlich mit dem Remis in die Kabinen.

Der zweite Durchgang begann – wie schon der erste – mit einem Treffer für den TSV 1860. Im Durcheinander in seinem Strafraum und im aufkommenden Nebel verlor Männel den Ball aus den Augen und Haugen köpfte als Nutznießer ein (50.). Aue konnte nicht erneut direkt antworten. Auch, weil die Begegnung in der Folge wegen des Nebels für 15 Minuten unterbrochen wurde. Anschließend waren die Sichtverhältnisse zwar nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber es reichte, um weiter zu spielen. Gute Chancen zu sehen bekamen die Zuschauer erst wieder in der Schlussphase. In der 89. Minute bekam Bär einen hohen Pass wunderbar in den Lauf gespielt, zielte alleine vor Dähne aber zu hoch und verpasste so den späten Ausgleichstreffer. In der Nachspielzeit verpufften zudem weitere gute Aktionen der Gäste. Der TSV 1860 feiert so den vierten Sieg in Serie und rückt dadurch auf Platz 5 (bei vorerst nur noch zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer), während die Veilchen weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr warten.

Verl 1:2 Regensburg: Eichinger ist eine Klasse für sich

185 Tage war der SC Verl im eigenen Stadion ungeschlagen und wollte mit einem weiteren Sieg nun einen Vereinsrekord aufstellen. Allerdings entpuppten sich die Gäste aus Regensburg schon früh als Spielverderber. Nach einem Fehler im Verler Aufbauspiel ging Eichinger an Torhüter Schulze vorbei und schob zur Führung für den SSV ins verwaiste Tor ein (19.). Noch eine ganze Ecke sehenswerter geriet der zweite Treffer des 24-Jährigen, der sich kurz vor der Pause den Ball selbst hoch vorlegte und per Fallrückzieher wunderschön auf 2:0 stellte (36.).

Die Verler wollten sich ihrem Schicksal aber nicht so leicht ergeben und machten im zweiten Spielabschnitt noch einmal Druck. Ein Abschluss von Wörner aus knapp 14 Metern klatschte dabei an den linken Außenpfosten (59.). Auf der anderen Seite hielt Schulze beinahe im Gegenzug stark gegen Müller (61.). Spannend wurde es schließlich noch einmal in der Schlussphase, weil Arweiler einen missglückten Schussversuch von Wörner zum Anschlusstreffer über die Linie drückte (84.), zu mehr sollte es für den Sportclub aber nicht reichen. Regensburg baut damit den Vorsprung auf die Abstiegsplätze damit auf neun Punkte, Verl bleibt nach der dritten sieglosen Partien in Folge vorerst Vierter, könnte im Laufe des Spieltages aber noch weiter abrutschen.

Ulm 1:3 Hoffenheim II: Spatzen unterliegen nach Führung

Nach nur zwei Zählern im Februar war der SSV Ulm im Abstiegskampf zum Siegen verdammt und traf auf einen Gegner in der Krise, schließlich hatte die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim erst einen Punkt in der Rückrunde geholt. Für die Spatzen begann die Begegnung optimal, Dajaku traf mit einem direkt verwandelten Freistoß von der Strafraumkante zum 1:0 für die Hausherren (12.). Nach einer guten halben Stunde scheiterte Chessa an den Fingerspitzen von Petersson und dem Pfosten an einem weiteren Ulmer Treffer (31.). Dafür kamen die Kraichgauer zurück ins Spiel, Zeitler umkurvte Torhüter Schmitt und traf zum 1:1-Pausenstand (39.).

Ulm reagierte nach dem Seitenwechsel wütend und kam gleich zu mehreren guten Möglichkeiten. Löder scheitere mit einem Kopfball aber zunächst an Petersson (55.) und setzte eine weitere solche Chance per Flugkopfball knapp neben den Pfosten (65.). Das sollte sich rächen: Zeitler profitierte von einem Ulmer Missverständnis im Mittelfeld, lief alleine auf Schmitt zu und schob zum 2:1 für die Gäste ein (78.). Der Ulmer Torwart verhinderte wenig später zwar einen Dreierpack Zeitlers, dafür traf aber Hencke im Nachschuss und machte alles klar – 3:1 für die TSG (88.). Während Hoffenheim den ersten Sieg der Rückrunde einfuhr und den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf elf Zähler ausbaute, bleibt Ulm nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge weiter Drittletzter.

 

   

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