Jetzt im Ticker: Osnabrück spielt im Derby gegen Münster

Es ist wieder Derbyzeit: Am heutigen Mittwoch (18:30 Uhr – Live-Ticker auf liga3-online.de) empfängt der VfL Osnabrück in der fast ausverkauften osnatel Arena den SC Preußen Münster. Dabei steht das Duell zwischen Lila-Weiß und Schwarz-Weiß-Grün unter ganz anderen Vorzeichen als noch in der vergangenen Saison: Osnabrück rangiert nach einem Umbruch im Sommer zurzeit auf Rang sieben, kassierte am Wochenende allerdings eine unnötige Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt. Noch schlimmer sieht es bei den Preußen aus: Sie stehen nach dem 0:0 gegen Jahn Regensburg und mit erst einem Saisonsieg sogar nur auf Abstiegsplatz 18.

Walpurgis muss auf Neumann und Feldhahn verzichten

Für Osnabrück geht es neben der Revanche für die beiden Derbyniederlagen in der letzten Saison auch um einen möglichen Sprung auf Rang drei oder vier in der Tabelle. Die Favoritenrolle scheint trotz neun Punkten und elf Plätzen Unterschied in der Tabelle allerdings dennoch nicht so klar verteilt wie man auf den ersten Blick denken könnte. Der VfL musste am Samstag nämlich nicht nur ohne Punkte, sondern auch mit einem verletzten und einem für Mittwoch gesperrten Spieler die Heimreise aus Erfurt antreten. Sebastian Neumann, der gegen die Thüringer sein Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause gab, leidet nach einem unsanften Fall an Problemen mit der linken Schulter. Im schlimmsten Fall müsse sogar operiert werden, so Osnabrücks Physiotherapeut Günter Schröder gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Definitiv gegen Münster fehlen wird auch Nicolas Feldhahn. Der 27-Jährige wurde nach seinem Platzverweis in Erfurt für zwei Spiele gesperrt. Fraglich ist zudem auch der Einsatz von Michael Hohnstedt, der sich im DFB-Pokalspiel gegen Union Berlin vor einer Woche das Nasenbein gebrochen hat.

Loose: „Jeder Spieler muss sich steigern“

Etwas entspannter sieht die Personalsituation beim Gegner aus Münster aus. Ralf Loose muss lediglich auf die schon am Samstag fehlenden Dominik Schmidt und Kevin Schöneberg verzichten. Umso mehr erwartet er, dass „alle Spieler unbedingt dabei sein wollen, die Ärmel hochgekrempelt werden müssen und sich jeder um Minimum 20 Prozent steigern muss, um in Niedersachen zu bestehen.“ In der Tat droht bei einer ähnlichen Leistung wie gegen Regensburg eine deutliche Niederlage. Zwar blieben die Adlerträger erstmals seit dem ersten Spieltag wieder ohne Gegentor, bei eigenem Ballbesitz waren sie aber über die gesamte Spieldauer viel zu harmlos und kamen so nur zu wenigen Chancen, von denen keine der Kategorie „Hundertprozentige“ zuzuordnen gewesen wäre. Ob die Preußen eine Chance haben werden, gegen den VfL Osnabrück, das „gefährlich und zielstrebig auf das Tor spielt“ (O-Ton Loose), über das Spielerische zu gewinnen, ist eher fraglich. Vielmehr müssen sie „geschlossen als Mannschaft auftreten“ und über den Kampf kommen. Unterstützt werden die Münsteraner, bei denen wahrscheinlich die Ex-Osnabrücker Gaetano Manno und Marcus Piossek von Beginn an auflaufen werden, dabei von 2.000 mitreisenden Fans. „Für die“, so Preußen-Sportvorstand Carsten Gockel, sei es schließlich das „Spiel des Jahres“.
Voraussichtliche Aufstellungen:

VfL Osnabrück: Heuer Fernandes – Pisot, Karikari, Neumann, Dercho – Ornatelli, Merkens, Zenga, M. Blum – Nagy, Grimaldi

SC Preußen Münster: Masuch – Riedel, Kirsch, Scherder, Neupert – Truckenbrod, Bischoff – Piossek, Manno, Grote – Taylor

 

FOTO: Flohre Fotografie

   

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