Opoku im Interview: "Verbleib bei Hansa wäre vorstellbar"

Im Interview mit liga3-online.de spricht Rostocks Leihspieler Aaron Opoku über die Siegesserie des F.C. Hansa, das enge Aufstiegsrennen, das kommende Spiel gegen Schlusslicht und Absteiger Carl Zeiss Jena und seinen Stammverein Hamburger SV.

"Sind jetzt in einem guten Rhythmus"

liga3-online.de: Nach zuletzt drei Siegen in Folge ist der F.C. Hansa ein heißer Anwärter auf den Aufstieg. Wieso läuft es derzeit so gut, Herr Opoku?

Aaron Opoku: Der 3:0-Sieg in Meppen im dritten Spiel nach dem Re-Start war der Dosenöffner. Wir haben es geschafft, danach den Schwung mitzunehmen und sind jetzt in einem guten Rhythmus. Es wäre natürlich optimal, wenn es in den nächsten Wochen genauso weitergeht.

Beim jüngsten 1:0-Erfolg bei 1860 München gewann Rostock zwar knapp, aber verdient. Ihr Fazit zur Partie?

Die Bedingungen waren nicht einfach bzw. ungewohnt, weil es in München sehr heiß war. Wir haben dennoch eine konzentrierte Leistung gezeigt, Geduld bewiesen und Mitte der zweiten Hälfte das verdiente Führungstor erzielt. Wir sind glücklich, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen konnten.

Stand jetzt würde der Platz vier für die Relegation reichen, der Vorsprung auf Platz neun beträgt aber gerade einmal drei Zähler. Glauben Sie, dass sich das Aufstiegsrennen erst am letzten Spieltag entscheiden wird?

Das Tabellenbild ändert sich mehrmals pro Woche und es geht wahnsinnig eng zu. Es gibt keine Übermannschaften und fast alle Spiele sind sehr ausgeglichen. Ich bin mir deshalb sicher, dass es bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben wird.

Es geht Schlag auf Schlag, jede Woche stehen zwei Spieltage an. Wie kommen Sie mit der hohen Belastung zurecht?

Sehr gut. Durch viel Schlaf und die meist regenerativen Trainingseinheiten habe ich keinerlei Probleme und fühle mich topfit. Ich finde das hohe Spielpensum – und da spreche ich glaube ich für viele andere Spieler mit – sogar klasse. Alle drei bis vier Tage auf Spannung zu sein und ein Pflichtspiel zu absolvieren, macht Spaß.

 

Ziel: Aufstieg mit Hansa

Das erste von sechs "Endspielen" bestreitet Rostock am Mittwochabend gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena, das seit dem Wochenende als erster Absteiger feststeht. Wie gefährlich kann Jena Ihnen in dieser Situation werden?

Ganz egal, ob das Team nun abgestiegen ist: Jena wird motiviert sein, uns zu ärgern und unsere Siegesserie zu beenden. Der FC Carl Zeiss hat in den letzten Wochen gegen jeden Gegner Kampfgeist bewiesen und wird auch gegen uns nichts herschenken.

Danach geht es weiter mit Begegnungen in Duisburg, gegen Kaiserslautern und in Würzburg. Wie bewerten Sie dieses Programm?

Es werden extrem schwierige Spiele. Aber das ist in der 3. Liga ohnehin immer so. Einfache Gegner gibt es nicht.

Sie spielen auf Leihbasis für den F.C. Hansa, stehen beim Hamburger SV unter Vertrag. Sie könnten also in den nächsten Wochen bestenfalls zwei Aufstiege feiern!

Das ist mein Traum. Genau wie wir hat es auch der HSV in der eigenen Hand, aufzusteigen. Ich drücke Hamburg die Daumen, dass es klappt. Die Ausgangslage ist gut und ich bin optimistisch, dass der HSV nach zwei Jahren in die 1. Bundesliga zurückkehrt.

Sie sind gebürtiger Hamburger, spielten seit 2011 beim HSV in der Jugend. Geht es nach Saisonende definitiv zurück in Ihre Heimat?

Darauf kann ich Ihnen noch keine Antwort geben. Erst in den nächsten Wochen wird sich klären, wie es für mich in der kommenden Saison weitergeht. Vorstellbar wäre durchaus auch ein Verbleib beim F.C. Hansa. Ich habe schließlich ein erfolgreiches Jahr in Rostock.

Was sind Ihre Karriereziele für die nächsten Jahre?

Ich setze mir im Fußball grundsätzlich keine langfristigen Ziele. Es kann im Fußball so schnell so viel passieren, dass es häufig anders kommt, als geplant oder gewünscht. Ich versuche, jeden Tag mein Bestes zu geben, und kurzfristige Ziele zu erreichen. Aktuell ist das der Aufstieg mit Hansa Rostock.

   
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