Offiziell! Sascha Hildmann ist neuer FCK-Trainer

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Jetzt ist es offiziell: Sascha Hildmann ist neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern, am Donnerstag wurde der 46-Jährige im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Der in Kaiserslautern geborene Fußballlehrer tritt die Nachfolge von Michael Frontzeck an, der am vergangenen Samstag nach der 0:5-Pleite in Unterhaching beurlaubt worden war. Bereits beim Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (Samstag, 14 Uhr) wird Hildmann, der einen Vertrag bis 2020 unterschrieben hat, erstmals auf der Bank sitzen.

Zuletzt in Großaspach

Joe Zinnbauer, Jens Härtel, Ilia Gruev, Marco Kurz, Sascha Hildmann, Stefan Ruthenbeck, Uwe Neuhaus, Hannes Drews und Lukas Kwasniok: Eine ganze Reihe von Namen wurden in den letzten Tagen rund um den Betzenberg gehandelt, am Donnerstagnachmittag ist die Wahl auf Sascha Hildmann gefallen. "Der FCK ist für mich eine echte Herzensangelegenheit", sagte der 46-Jährige am Donnerstag und sprach von einem "echten Traum", beim FCK tätig sein zu dürfen. "Ich freue mich auf die vor uns liegenden Aufgaben und die Arbeit mit der Mannschaft. Ich kenne die Dritte Liga sehr gut und kann die Lage daher sehr gut einschätzen.“

Der 46-Jährige wurde in Kaiserslautern geboren und stand zuletzt von Juni 2017 bis Oktober 2018 bei der SG Sonnenhof Großaspach an der Seitenlinie. Nachdem er den Dorfklub in der ersten Saison souverän zum Klassenerhalt führte (Platz 10), holte er mit der SG Sonnenhof zu Beginn dieser Spielzeit nur einen Sieg aus den ersten zehn Spielen (sieben Tore) und musste nach dem Landespokal-Aus bei Sechstligist TSV Essingen Anfang Oktober seinen Posten räumen. Aus den 48 Liga-Spielen unter Hildmanns Leitung holte Großaspach 57 Punkte, was einen Schnitt von 1,19 bedeutet. Neben 13 Siegen und 18 Unentschieden setzte es 17 Niederlagen, das Torverhältnis ist mit 62:68 relativ ausgeglichen.

"Passt hervorragend zu unserer Mannschaft"

"Wir kennen Sascha Hildmann schon lange und haben seinen Weg bei Großaspach intensiv verfolgt. In den Gesprächen hat er uns inhaltlich voll überzeugt", äußerte sich Sportvorstand Martin Bader über den neuen FCK-Coach. "Mit seiner Emotionalität und seinem Fachwissen ist er in unserer jetzigen Situation der richtige Trainer für den FCK. Er ist in Kaiserslautern geboren, lebt hier und hat eine Vergangenheit als Spieler am Betzenberg." Diese Kombination aus regionaler Identität, Mentalität und seinen Qualitäten als Trainer, so Bader weiter, "passt hervorragend zu unserer auch unter diesen Gesichtspunkten im Sommer zusammengestellten Mannschaft."

Vor seiner Zeit als Trainer der SG Sonnenhof, mit der Hildmann dem FCK am 2. Spieltag dieser Saison ein 1:1 abtrotzte, trainierte der 46-Jährige die U16 des FSV Mainz 05 (Januar 2016 bis Juni 2017), davor stand er bei der U17 der SV Elversberg (Juli 2015 bis Januar 2016) sowie bei Sechstligist SC Hauenstein (Juli 2013 bis April 2015) und beim SC Idar-Oberstein (Juli 2011 bis Juni 2013) an der Seitenlinie. Kurzum: Die von vielen FCK-Fans erhoffte höherklassige Erfahrung bringt Hildmann nicht mit, ist dafür aber ein unverbrauchter Trainer und zudem kein Unbekannter bei den Roten Teufeln: Zwischen 1995 und 2000 spielte er für die U23 des langjährigen Bundesligisten und kam dabei in 111 Regionalliga-Spielen zum Einsatz.

Zehn Punkte hinter Platz drei

Mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz belegen die Pfälzer derzeit einen enttäuschenden zwölften Tabellenplatz. Um in dieser Saison nochmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, braucht es eine schnelle Wende. Derzeit wartet der Zweitliga-Absteiger seit vier Spielen auf einen Sieg, zuletzt setzte es am vergangenen Freitag eine herbe 0:5-Klatsche bei der SpVgg Unterhaching. Einen Tag später wurde Michael Frontzeck nach genau zehn Monaten im Amt freigestellt.

   
  • DM von 1907

    Während der Saison bekommt man halt nur Trainer, die zuvor woanders in die Wüste geschickt wurden. Aus Sündenböcken werden wieder Hoffnungsträger – aber stimmt das wirklich?

    Für viele Tore steht Hildmann ja nun nicht gerade …

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