Offiziell! 1. FC Kaiserslautern entlässt Sascha Hildmann

Was sich am Sonntagnachmittag bereits angekündigt hatte, ist nun offiziell: Der 1. FC Kaiserslautern trennt sich von Trainer Sascha Hildmann. Damit ziehen die Verantwortlichen wie erwartet die Konsequenzen aus dem enttäuschenden Saisonstart und dem 1:6-Debakel in Meppen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. 

Trennung nach "intensiver Diskussion"

Nur neun Punkte aus acht Spielen, Tabellenplatz 14 und eine 1:6-Klatsche beim SV Meppen: Den Saisonstart hatte sich der 1. FC Kaiserslautern ganz anders vorgestellt. "Ein solches Spiel dürfen wir einfach nicht abliefern, da gibt es nichts zu diskutieren", sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader über die desolate Vorstellung beim SV Meppen.

Bereits neun Punkte beträgt der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz, sodass die Roten Teufel ihren Ansprüchen derzeit deutlich hinterher laufen. Dass Sascha Hildmann den FCK wieder in die Spur bringen würde, daran glaubten die Verantwortlichen nicht mehr und stellten den 47-Jährigen am Montag frei.

"Er hat den FCK in einer sehr schwierigen Situation übernommen und sich immer in den Dienst des Vereins gestellt", dankt Bader dem 47-Jährigen und lobt: "Er hat viele unserer jungen Spieler gefördert und weiterentwickelt und hat sich immer zu einhundert Prozent mit dem FCK und der Aufgabe hier identifiziert." Die aktuelle sportliche Situation und nicht zuletzt die 1:6-Niederlage in Meppen hätten jedoch dazu geführt, "dass wir nach intensiver Diskussion beschlossen haben, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden", betont Bader.

Nachfolger noch offen

Hildmann hatte das Traineramt beim 1. FC Kaiserslautern Anfang Dezember 2018 von Michael Frontzeck übernommen und wurde mit den Roten Teufeln in der vergangenen Saison Neunter – ein enttäuschendes Endresultat. In dieser Spielzeit wollte der FCK oben angreifen, doch mit nur zwei Siegen aus acht Spielen und schon 18 Gegentoren wurde Kaiserslautern den eigenen Erwartungen bislang nicht gerecht. Hildmanns Bilanz bei den Roten Teufeln: 33 Spiele, 14 Siege, 9 Unentschieden und zehn Niederlagen. Zweimal in Folge konnte Lautern unter Hildmann nie gewinnen.

Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist noch nicht bekannt. Als mögliche Kandidaten werden Marco Antwerpen (zuletzt Preußen Münster), Markus Anfang (zuletzt 1. FC Köln) sowie Jeff Strasser, der bereits von September 2017 bis Januar 2018 an der Seitenlinie beim FCK stand und derzeit den luxemburgischen Erstligisten CS Fola Esch trainiert, gehandelt. Antwerpen dementierte gegenüber "Sport1" zwar Kontakte zum FCK, betonte aber: "Natürlich würde mich die Aufgabe absolut reizen. Vielleicht ist jemandem aufgefallen, dass ich in Münster gute Arbeit abgeliefert habe." Bei den Preußen stand er zwischen Dezember 2017 und Mai 2019 an der Seitenlinie, ehe er den Klub auf eigenen Wunsch verließ.

Bugera übernimmt vorerst

Zunächst wird Co-Trainer Alexander Bugera am Dienstag und Mittwoch das Training leiten und die Mannschaft auf das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg (Samstag, 14 Uhr) vorbereiten. Unterstützung erhält Bugera von Torwarttrainer Gerry Ehrmann und Athletiktrainer Basti Becker. Am Montag stand nach "Rheinpfalz"-Angaben ein Waldlauf auf dem Programm. Diesen soll Hildmann nach der Pleite gegen Meppen angesetzt haben. Bei "Instagram" verabschiedete sich der 47-Jährige so: "Danke für die vielen netten Kommentare und Nachrichten. Ich habe alles gegeben! Auf Wiedersehen in der West…Lautrer geben niemals auf."

   
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