Offensive Doppelsechs beim MSV: Baumann forciert Spielfluss

Was sich nach dem, aus spielerischer Sicht, enttäuschendem 1:1 in Leipzig bereits ankündigte wurde gegen den CFC wahr: Karsten Baumann, der Mängel im Spiel nach vorne ausmachte, rotierte. Zu gleiche Spielertypen habe man mit Tanju Öztürk und Tobias Feisthammel auf der Doppelsechs auflaufen lassen. Zwei Spieler, die vor der Viererkette zwar souverän verteidigten, doch das Spiel nach vorne wenig bis gar nicht ankurbelten. Opfer der Rotation ist nun der Ex-Paderborner Tobias "Tobi" Feisthammel, an dessen Stelle Baumann leicht überraschend de Wit ins zentral-defensive Mittelfeld zurückzog.

Mittelfeld schneller überbrückt

Die Umstellung machte sich direkt bezahlt: Das Umschaltspiel des MSV funktionierte um einiges besser als bei den „Roten Bullen“. De Wit, der sich zeitweise mit Wolze (offensives Mittelfeld) abwechselte, verteilte die Bälle geschickt auf die Flügel oder suchte „King“ Onuegbu in der Spitze, während Öztürk den Raum hinter ihm absicherte. Eine offensivere Spielweise, die aus dem Mittelfeld mehr Druck erzeugt und gleichzeitig eine indirekte Systemänderung nach sich zieht: Tanju Öztürk fungierte vermehrt als einziger „echter“ Sechser, wodurch die Zebras über große Strecken des Spiels in einem 4-1-4-1 System aufliefen.

Zoundi formschwach – Erneute Umstellung bei RWE?

Ob de Wit auch am Sonntag bei Rot-Weiß Erfurt neben Tanju Öztürk auflaufen wird, ist fraglich. Vielmehr scheint es wahrscheinlich, dass Baumann Kevin Wolze wieder auf die linke Flanke ziehen wird, wodurch der formschwache Zoundi wieder auf der Bank Platz nehmen müsste. Durch diese Umstellung wäre die Position des „Zehners“ verweist die von zwei anderen Spielern aber optimal bekleidet werden kann: Dem talentierten Deniz Aycicek oder eben Pierre de Wit.

FOTO: André Ellies

   
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