Nur noch vier Punkte Vorsprung: Arminias Abstiegssorgen wachsen

Böse Zungen behaupten: Abstiegskampf ist Arminia Bielefeld gewohnt. Schließlich kämpften die Ostwestfalen auch in den letzten drei Jahren stets dagegen an, nicht eine Liga tiefer zu rutschen. Der einzige Unterschied: War es vor zwei Jahren noch der Abstiegskampf in der Bundesliga, kommt nun die Regionalliga gefährlich nahe. Die Sorgen bei den Fans wachsen.

Verzockt? Kniat verteidigt sich

Schon zur Pause waren sie am Mittwochabend im Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 nicht zu überhören, die Pfiffe von den Rängen. Auch nach der Partie entlud sich der Frust der Fans nach der dritten Pleite in Folge in einem Pfeifkonzert. Kein Wunder, ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nach nur einem Sieg aus den letzten neun Partien doch auf nur noch vier Zähler geschmolzen. Kapitän und Klub-Legende Fabian Klos rief nach der Pleite gegen den Aufsteiger den Abstiegskampf aus, auch Trainer Mitch Kniat war sich der aktuellen Lage bewusst: "Die Alarmglocken sind an, wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Jeder kann die Tabelle lesen." Genau wie sein Kapitän sprach auch der 38-Jährige von Abstiegskampf.

Vor allem der Auftritt im ersten Durchgang, als der DSC völlig harmlos war, gab Anlass zur Sorge. Dass Kniat seine Mannschaft gegenüber der Niederlage im Derby bei Preußen Münster auf gleich fünf Positionen verändert und zudem das System (von Dreier- auf Viererkette) umgestellt hatte, sorgte bei vielen Fans für Kritik. Nachfragen, ob er sich verzockt habe, wischte der Übungsleiter aber zur Seite: "Das Personal war bewusst so gewählt. Ich würde wieder genauso aufstellen." Jedoch brachten erst die Einwechslungen von Nassim Boujellab und Fabian Klos zur Pause eine Verbesserung. Das Tor trafen die Bielefelder trotz zahlreicher Chancen dennoch nicht.

Mutzel mit "absoluter Zuversicht"

Die Sorgen der Fans vor dem dritten Abstieg in Folge wachsen, dennoch wollte Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel nach der Partie nicht "alles in Schutt und Asche reden", wie er gegenüber der "Neuen Westfälischen" betont. Denn: "Wir kontrollieren das Spiel, die Jungs geben Gas und versuchen, nach vorne zu spielen. Ich habe absolute Zuversicht, dass das besser wird." Auch Kniat hatte sich am Mittwoch optimistisch gezeigt, was die nächsten Wochen angeht. In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Vereins-TV betonte er zudem: "Wir kennen den Ernst der Lage und wissen worum es geht. Wir werden alles dafür tun, um erfolgreich zu sein."

Allerdings heißt der nächste Gegner am Samstag Jahn Regensburg. Zwar haben die Oberpfälzer am Mittwoch erstmals nach 14 Spielen wieder verloren, sind aber immer noch mit großen Vorsprung Tabellenzweiter – und haben in dieser Saison bislang fast doppelt so viele Punkte (46) geholt wie Arminia (25). Der DSC ist also gewarnt, muss sich gegenüber der Partie gegen Ulm aber insgesamt ohnehin steigern, um die vierte Niederlage in Folge zu verhindern. Andernfalls könnten die Abstiegsränge noch näher rücken.

 

   
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