12 Tage nach Kreuzbandanriss: Zellner läuft schon wieder

Als sich Saarbrückens Steven Zellner am 24. Januar beim 0:0 gegen den VfB Lübeck einen Anriss des Kreuzbandes zuzog, befürchtete der 1. FC Saarbrücken einen Ausfall von drei Monaten. Doch nun befindet sich der 29-Jährige nur zwölf Tage nach der vermeintlich schweren Verletzung schon wieder im Lauftraining.

Blitzheilung?

Nach Angaben der "Bild" drehte Zellner zuletzt auf dem Trainingsgelände einige Runden und arbeitete zudem im Kraftraum. Gut möglich, dass der Innnenverteidiger deutlich früher als bisher angenommen wieder fit wird. "Wir sind auch davon überrascht, dass er so schnell wieder Dinge machen kann", wird Trainer Lukas Kwasniok in der Zeitung zitiert. "Aber wir wollen da keine zeitliche Prognose abgeben und ihm auch selbst keinen Druck machen." Beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg am heutigen Abend wird Zellner definitiv noch keine Option sein. Auch Sebastian Bösel und Mario Müller (beide Muskelfaserriss), Bjarne Thoelke (Wadenbeinbruch) und Kapitän Manuel Zeitz (Rot-Sperre) werden nicht dabei sein, sodass Kwasniok in der Abwehr improvisieren muss.

Es ist Spiel 1 nach dem angekündigten Abschied des Trainers zum Saisonende. In den letzten vier Monaten seiner Amtszeit will der FCS-Coach mit seinem Team "noch einmal alles herausholen. Jeder Sieg steigert die Stimmung im Umfeld. Wir wollen den maximalen Erfolg erzielen". Nachdem Saarbrücken aus den letzten elf Spielen nur einen Sieg geholt hat, soll gegen die Zebras nun die Wende eingeleitet werden.

Duisburg kommt allerdings mit einem neuen Trainer: Pavel Dotchev wird erstmals an der Seitenlinie stehen: "Ein Trainerwechsel kann natürlich immer einen Schub geben. Sie haben mit Frey und Bouhaddouz auch zwei gestandene, sehr erfahrene Spieler dazubekommen", sagt Kwasniok und schätzt den MSV stärker ein, als beim Hinspiel im Herbst. Damals konnte Saarbrücken durch einen Last-Minute-Treffer von Tobias Jänicke alle drei Punkte mitnehmen (3:2).

Austragung weiterhin unsicher

Ob die Partie am heutigen Abend aber überhaupt stattfinden kann, ist aufgrund der Witterungsbedingungen noch nicht ganz klar. Zwar wurden – um die Staunässe auf dem Platz zu beseitigen – per Druckluftlanze bereits über 900 Löcher in den Boden gepikst, wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, allerdings hat es am Sonntag erneut zum Teil stark geregnet. Für den Verlauf des heutigen Tages sind zudem Schneefälle angekündigt. Die aufgrund eines Rechtsstreits zwischen der Stadt und der beauftragten Gartenbaufirma weiterhin nicht funktionsfähige Rasenheizung könnte somit erneut zum Problem werden. Möglicherweise fällt die Entscheidung, ob gespielt werden kann, erst kurz vor Anpfiff.

   
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