0:2 in Wiesbaden: Härtel bei Hansa noch punkt- und torlos

Von

© imago

In einer überschaubaren Partie musste sich der F.C. Hansa Rostock auch im zweiten Spiel unter Jens Härtel geschlagen geben. Beim SV Wehen Wiesbaden sorgten Moritz Kuhn und Gökhan Gül für die entscheidenden Tore beim 2:0-Heimsieg gegen die Hanseaten. Für Rostock bedeutet die Niederlage derweil das siebte sieglose Spiel in Folge, während Wiesbaden oben dran bleibt.

Foul Öztürk, Freistoß Kuhn, Tor

Mit drei Wechseln in der Startelf, darunter Debütant Tanju Öztürk, startete Trainer Jens Härtel in seine zweite Auswärtspartie als Trainer von Hansa Rostock. Die Norddeutschen ließen den Ball in der Anfangsphase kontrolliert zwischen den eigenen Reihen zirkulieren, was auch durch einen verhaltenen Beginn der Wiesbadener begünstigt wurde. Daraus resultierte auch die erste Chance, als Cebio Soukou einen Ball auf Sturmkollege Marco Königs abtropfen ließ – allerdings in Abseitsposition (10.). Nur kurz danach ergriff Mirnes Pepic die Chance und schlug eine scharfe Hereingabe, die Wiesbadens Abwehrkollektiv in höchster Not verteidigte (12.). Die Abwesenheit von Torjäger Manuel Schäffler machte sich in den Angriffsbemühungen der Hausherren bemerkbar, dennoch verlagerte sich das Spiel mit fortlaufender Spielzeit deutlicher in die Hälfte der Rostocker.

Neuzugang Öztürk rückte dann in den Fokus, indem er Wehens ebenso neuen Mann, Agyemang Diawusie, knapp zwanzig Meter vor dem eigenen Strafraum freistoßwürdig foulte – Moritz Kuhn zirkelte den Ball danach sehenswert in die Maschen (24.). Es war Wiesbadens erster gefährlicher Ball aufs Tor, das musste die Hansa-Kogge erst einmal verdauen. Es dauerte einen Augenblick, dann aber bediente Soukou den mitgelaufenen Lukas Scherff, bei dessen Hereingabe Merveille Biankadi jedoch aus acht Metern über den Ball trat (31.). Beide Teams konzentrierten sich in der Folge auf eine stabile Defensive, doch Wiesbaden blieb gefährlich: Nach einer Flanke von Niklas Schmidt köpfte Jeremias Lorch den Ball aus kurzer Distanz an den rechten Pfosten (41.).

Rostock rennt erfolglos an

Ohne personelle Wechsel starteten beide Teams in die zweite Hälfte, in der die Rostocker durchaus motiviert aus der Kabine kamen. Allein die zündende Idee fehlte den Norddeutschen, während sich die Hausherren in dieser Phase des Spiels auf Konterangriffe konzentrierten. Wenn im Rostocker Angriff etwas funktionierte, dann meist über Soukou: Der Außenbahnspieler setzte sich gut auf den Flügeln durch, die Hereingabe fand aber keinen Abnehmer (56.). Auch die daraus resultierende Ecke erreichte zwar den Kopf von Königs, doch unter Bedrängnis konnte der Stürmer den Ball aus sieben Metern nicht genügend Druck verleihen (57.). Ein erneuter Angriff über Soukou landete bei Biankadi, der die Chance wie schon im ersten Durchgang mit einem Luftloch beendete (59.).

Auch Wehen Wiesbaden schaltete sich wieder offensiv ins Spiel ein, nach einem Sololauf von Kuhn zog Schmidt unhaltbar für Ioannis Gelios ab, Amaury Bischoff – in seiner neuen Rolle als Innenverteidiger – rettete rechtzeitig auf der Linie (65.). Beinahe hätte es dann nach einem Standard für Rostock geklingelt, den Kopfball vom eingewechselten Pascal Breier nach Freistoß Pepic kratzte SVWW-Keeper Markus Kolke von der Linie (72.). Wehen Wiesbaden bemühte sich um eine kompakte Defensive, der auffällige Soukou wurde im Eins-gegen-Eins von Niklas Dams vom -Ball getrennt (80.). Obwohl Rostock die Schlussminuten offensiv bestimmte, traf erneut Wiesbaden: Ein Abpraller landet bei Joker Gökhan Gül, der sein Debüt mit einem Treffer vergoldete (88.). Der SVWW schiebt sich vorerst auf den fünften Tabellenplatz vor, hat aber noch Unterhaching im Nacken. Rostock bleibt unter Jens Härtel noch punktlos, der Abstand zum Tabellenkeller schmilzt nach dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg auf vier Zähler.

   

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.
liga3-online.de