"Nicht zu beschreiben": So feierte Lübeck den Aufstieg in die 3. Liga

Der VfB Lübeck ist zurück in der 3. Liga! Nur zwei Jahre nach dem Abstieg wird an der Trave künftig wieder Profifußball gespielt. liga3-online.de zeigt, wie die Feierlichkeiten am Freitagabend gelaufen sind.

Mit Abpfiff brechen alle Dämme

Sie brachen komplett, die Dämme, als um 21:24 Uhr im Kehdinger Stadion des SV Drochtersen/Assel der Schlusspfiff ertönte. Während die etwa 1.000 mitgereisten Fans auf das Spielfeld strömten, lagen sich die Spieler jubelnd in den Armen. Parallel zündeten die Auswechselspieler am Spielfeldrand mehrere Konfettikanonen, ehe sie ebenfalls auf den Rasen rannten.

Schon ein Unentschieden hätte gereicht, um den Aufstieg in die 3. Liga perfekt zu machen. Doch durch ein Traumtor von Marvin Thiel in der 48. Minute nahmen die Lübecker alle drei Punkte mit und liegen vor den letzten drei Spieltagen nun zwölf Punkte vor der U23 von Hannover 96, die als einziges Team neben den Lübeckern eine Lizenz für die 3. Liga beantragt hatte. "Es ist einfach gar nicht zu beschreiben", sagte Thiel dem "NDR". "Ich bin zurück nach Lübeck gekommen, weil ich den Verein liebe und alles für ihn gebe. Und dass ich jetzt das Tor schieße – ich kann es immer noch nicht realisieren."

Er sei "überglücklich, den Fans etwas zurückgeben zu können", fügte der Matchwinner gegenüber den "Lübecker Nachrichten" hinzu. "Ich kann das alles noch gar nicht realisieren, es ist einfach wunderschön. Ich weiß nicht, was heute noch passiert. Jetzt gehen wir erstmal ein Bierchen trinken. In der 3. Liga erwarten uns jetzt geile Spiele." Statt Atlas Delmenhorst und Eintracht Norderstedt geht es künftig gegen 1860 München und den MSV Duisburg.

instagram/VfB Lübeck

"Einfach nur geil"

Auch Florian Egerer war nach Spielende in Partylaune: "Heute geht noch einiges." Und während er diese Worte im Interview mit den "LN" aussprach, wurde er von den Fans mit "Nie mehr 4. Liga"-Gesängen in Empfang genommen. Trainer Lukas Pfeiffer, der von den Anhängern mit Sprechhören gefeiert wurde, fand den Abend "einfach nur geil", wie er dem "NDR" sagte. "Es fühlt sich richtig gut an. Wir haben es uns verdient, es war ein hartes Stück Arbeit. Und jetzt genießen wir erst einmal." Ähnlich äußerte sich auch Sportvorstand Sebastian Harms: "Ich bin unfassbar stolz. Das ist der Moment, auf den man das ganze Jahr hingearbeitet hat."

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"Viele hier waren den Tränen nah"

Während die Fans noch eine ganze Weile nach Spielende auf dem Rasen weiterfeierten, verlagerte sich die Party der Spieler in die Kabine. Für Jannik Löhden war es "unfassbar emotional", wie er der Zeitung sagte. "Ich habe lange darauf hingearbeitet. Viele hier waren den Tränen nah. Ich stand mein halbes Leben in der Kurve beim HSV – nie aber bei einem Verein, bei dem ich gespielt habe – außer beim VfB Lübeck. Wir haben den Fans ein Riesen-Geschenk gemacht."

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Mannschaft mit Feuerwerk empfangen

Um kurz vor 23 Uhr machte sich der Partybus mit der Mannschaft dann auf den Rückweg und erreichte die heimische Lohmühle um 1 Uhr. Trotz der späten Stunde hatten sich dort mehrere hundert Fans versammelt und empfingen die Mannschaft mit reichlich Pyro und einem Feuerwerk.

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Meistertitel soll noch her

Der Aufstieg ist der verdiente Lohn einer starken Saison, jetzt soll noch der Meistertitel her. Derzeit liegt die zweite Mannschaft des Hamburger SV (hatte keine Lizenz beantragt) mit einem Punkt Vorsprung auf dem ersten Platz, hat aber bereits eine Partie mehr absolviert. "Während der Saison ist hier so viel gewachsen – mega", so Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Rehder. "Hier passt einfach alles, so machen wir weiter. Jetzt wollen wir einen schlagkräftigen Kader zusammenstellen und die Klasse halten." Denn anders als nach dem letzten Aufstieg vor drei Jahren soll es nicht direkt wieder runtergehen. Doch bevor es in die konkrete Planungen geht, wird erstmal gefeiert.

   

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