Mangelnder Sicherheitsdienst? SGS weist Vorwürfe zurück

Die SG Sonnenhof Großaspach wehrt sich in einer Stellungnahme gegen Vorwürfe des 1. FC Magdeburg, wonach es am Samstag zu wenig Sicherheitspersonal gegeben hätte. Darüber hinaus erklärt der Verein, was der Auslöser für die Eskalation war und warum die Polizei nicht eingeschritten ist. Die vier verletzten Ordner konnten das Krankenhaus unterdessen wieder verlassen.

"Sicherheitspersonals wurde stark erhöht"

Die Randale bei der Partie der SG Sonnenhof gegen den FCM, als in der 82. Minute mehrere Magdeburger Chaoten in den Innenraum stürmten und Ordner verprügelten, bestimmten in den vergangenen Tagen das Geschehen rund um den kleinen Verein aus dem 8.000-Einwohner-Dorf. Nachdem der 1. FC Magdeburg bereits am Sonntag Stellung zu den Vorfällen bezog, schildert nun auch die SG die Dinge aus ihrer Sicht. "Unterstellungen, es hätte am Tag selbst zu wenig Sicherheitspersonal gegeben, müssen wir entschieden zurückweisen", heißt es in einer Stellungnahme. Zuvor hatte Trainer Jens Härtel moniert: "Wenn man hört, dass eine Mannschaft mit vielen Fans kommt, dann müssen hier mehr Ordner aufgestellt werden.” Eben dies tat die SG Sonnenhof nach eigenen Angaben auch: "Aufgrund der hohen Anzahl der Gästefans und Kategorisierung einiger Besucher seitens der Polizei wurden die Sicherheitsbestimmungen und die Anzahl des externen Sicherheitspersonals stark erhöht." Beispielsweise seien bereits vor der Arena eine Kartenvorkontrolle sowie zusätzliche Vereinzelungsanlagen vorgenommen bzw. installiert worden.

Zaunfahne sei falsch platziert worden

Warum es dennoch zu den Randalen kommen konnte, erklärt der stellvertretende SG-Geschäftsführer Manuel Busch in der "Backnanger Kreiszeitung": So sei die besagte Zaunfahne der FCM-Anhänger zwar angemeldet gewesen, aber an einem falschen Ort (über einer Werbebande) in der Mechatronik-Arena aufgehängt worden. Die Ordner schritten ein, entfernten die Zaunfahne und zogen damit den Zorn einiger FCM-Fans auf sich. Dass sich die Ordner, nachdem alle Fans wieder im Block waren, zurückgezogen hatten, sei eine Sicherheitsmaßnahme gewesen: "Es ist bewusst auf eine Stellung von Ordnern vor dem Gästeblock verzichtet worden, um hierdurch eine Eskalation zu vermeiden. Gleichzeitig wurden die Tribünen der anderen Besucher und der Innenraum gesondert gesichert." Insgesamt geht Busch von einem Sachschaden im Stadion im fünfstelligen Bereich aus. Großaspach will nun Anzeige erstatten. Auch der 1. FCM kündigte an, die Täter ausfinden machen und die Strafe an sie weiterleiten zu wollen.

 


 

   

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