Neuer Zuschauerrekord: 3. Liga zieht immer Fans an

Die 3. Liga wird immer interessanter. Dies spiegelt sich auch an den Zuschauerzahlen wieder, die  im Vergleich zur vorherigen Spielzeit enorm gestiegen sind. Die Attraktivität stieg vor allem durch Zweitliga-Absteiger wie den Karlsruher SC, Alemannia Aachen und Hansa  Rostock, die sowohl bei Heim-, als auch bei Auswärtsspielen für gute Zuschauerkulissen sorgen. Während in der Vorsaison der Zuschauerschnitt in der dritthöchsten deutschen Spielklasse bei 4.569 Zuschauern gelegen hat, ist er in diesem Spieljahr auf 6.248 Zuschauer pro Spiel angestiegen. So hoch lag dieser Wert in der Geschichte der 3. Liga noch nie.

Tradition und Umland sind Faktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die für diesen Zuschauerzuwachs verantwortlich sind. Neben zahlreichen Traditionsvereinen, wie den genannten Zweitliga-Absteigern und auch populären Vereinen, wie Münster, Osnabrück und Bielefeld, gibt es mit den beiden hessischen Traditionsmannschaften Offenbach und Darmstadt Vereine, die über einen treuen Anhang verfügen. Auch der fußballbegeisterte Anhang des 1. FC Heidenheim, sowie der traditionell gute Zuschauerzuspruch bei Vereinen aus den neuen Bundesländern, wie dem Hallescher FC, Rot-Weiß Erfurt oder dem Chemnitzer FC sind die Komponenten, die für volle Stadien sorgen.

Derbys sorgen für volle Stadien

Zahlreiche Derbys wie zwischen Halle, Erfurt und Chemnitz oder auch im „Bermuda-Dreieck“ zwischen Münster, Bielefeld und Osnabrück versprechen eine stimmungsvolle Atmosphäre und vor allem auch volle Stadien. Mit einem Zuschauerschnitt im fünfstelligen Bereich liegen Mannschaften wie Aachen, Osnabrück, Karlsruhe und Rostock an der Spitze dieser Tabelle und können damit sogar manch einen Zweitligisten übertrumpfen. Es ist davon auszugehen, dass es noch weiteres Steigerungspotential diesbezüglich gibt, da in der Rückrunde deutlich mehr Zuschauer in die Stadien pilgern werden, als dies in der Hinrunde noch der Fall ist. Besonders das Aufeinandertreffen der Traditionsvereine und auch die unglaublich spannende Tabelle sind die Primärfaktoren für diese mehr als erfreuliche Entwicklung.

Aachen ist der Zuschauerprimus

An der Spitze dieser Zuschauertabelle liegt der vor kurzem in die Insolvenz geschlitterte Verein Alemannia Aachen, der insgesamt 136.262 Zuschauer begrüßen durfte, was einem Durchschnitt von 13.626 Zuschauern entspricht. Dahinter folgen Osnabrück mit über 11.000 Zuschauern und die beiden Zweitliga-Absteiger aus Karlsruhe und Rostock, die jeweils über 10.000 Fans im Durchschnitt für die Heimspiele mobilisieren können.

 

Reserveteams mit geringem Zuschauerzuspruch

Sicherlich gibt es auch Teams wie die Reserveteams aus Dortmund und Stuttgart, sowie Mannschaften wie Babelsberg, Wehen Wiesbaden, aber vor allem auch die beiden bayrischen Vereine aus Burghausen und Unterhaching, die schon traditionell nur wenige Zuschauermassen bewegen können. Doch auch bei diesen Vereinen ist davon auszugehen, dass bei Eintreten der spannenden Saisonphase und der besseren Witterungsbedingungen ab März 2013 deutlich höhere Zuschauerzahlen erwartet werden können.

FOTOS: Flohre Fotografie

   

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