Nach Vandalismus beim TSV Havelse: Tatverdächtiger ermittelt
Nach den massiven Sachbeschädigungen auf der Sportanlage des TSV Havelse durch vermeintliche Fans des VfL Osnabrück im vergangenen August gibt es neue Entwicklungen. Wie die Staatsanwaltschaft Hannover der "Neuen Osnabrücker Zeitung" bestätigte, steht erstmals ein konkreter Tatverdächtiger im Fokus der Ermittlungen.
Riesiger Schaden
In der Nacht vor dem Hinspiel gegen den VfL Osnabrück Ende August war es auf dem Gelände des TSV Havelse zu umfangreichen Zerstörungen gekommen – aus Protest gegen hohe Ticketpreise. Mehr als 100 Schmierereien an Tribünen, Banden und Gebäuden wurden festgestellt, zudem waren Tornetze beschädigt sowie Trikots und technische Ausrüstung entwendet worden. Die Schäden beliefen sich auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Bereits damals gingen die Ermittler von Tätern aus dem Umfeld der VfL-Fanszene aus.
Wenige Tage vor dem Rückspiel an der Bremer Brücke teilte die Staatsanwaltschaft gegenüber der "NOZ" nun mit, dass ein 45 Jahre alter Mann aus der Region Osnabrück verdächtigt wird, an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Der Mann soll sich in der Nacht vor dem Osnabrück-Gastspiel im Eilenriedestadion in Havelse aufgehalten haben.
Wohnung durchsucht
Im Zuge der Ermittlungen wurde die Wohnung des Verdächtigen durchsucht. Dabei stellten die Behörden mehrere Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden. Nähere Angaben dazu, wie der Mann ins Visier der Ermittler geriet, machte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Gleichzeitig betonte die Behörde, dass weiterhin die Unschuldsvermutung gelte. Die Ermittlungen dauerten an und würden in alle Richtungen fortgeführt.