Nach starker erster Halbzeit: Osnabrück bezwingt Zwickau 3:1

Durch einen 3:1-Sieg gegen den FSV Zwickau am 30. Spieltag hält der VfL Osnabrück Anschluss an die oberen Ränge und erzielt dabei alle drei Treffer in der ersten Halbzeit. Der FSV Zwickau bleibt indes nach der vierten Niederlage in Folge auf dem 14. Rang und verpasst den Befreiungsschlag.

Entscheidung schon vor der Pause

Nach einer 0:1-Pleite gegen Kaiserslautern in der vergangenen Woche brauchte der VfL Osnabrück dringend drei Punkte, um den Anschluss nicht zu verlieren. Auch der FSV Zwickau verspürte nach drei Pleiten in Folge durchaus Druck, nicht in die untersten Gefilde des Tableaus zu rutschen. Im Vergleich zur vergangenen Woche setzte VfL-Coach Daniel Scherning auf drei Veränderung seiner Startelf: Kleinhansl, Higl und Kunze starten für Haas, Simakala und Opuku. Bei den Schwänen setzte Ex-Osnabrücker Enochs auf vier Neue und brachte Reinthaler, Coskun, Göbel und König für Frick, Hißner, Möker und Horn. Beide Teams starteten eher verhalten in die Partie und erlebten eine lange Abtastphase. Erst in der 14. Minute wurde es erstmals gefährlich, als Higl für Köhler ablegte, der knapp vorbei schoss. In der folgenden Spielminute parierte Brinkies erstmalig, nachdem die Kugel aus einem Gewusel aufs Tor kam (15.). Der VfL setzte sich nun fest und übernahm das Kommando. Dies sollte schnell belohnt werden. Da Zwickaus Keeper Brinkies im Eins-gegen-Eins gegen Klaas zu spät kam, zeigte Schiedsrichter Erbst zurecht auf den Punkt (20.). Higl schnappte sich das Spielgerät und versenkte sicher unten rechts (21.).

Zwickau war um eine Antwort bemüht, doch außer durch einen Weitschuss von Coskun (25.) kamen die Schwäne nicht gefährlich vor das Osnabrücker Tor. Stattdessen legte Osnabrück nach und nutzte erneut einen ruhenden Ball als Ausgangspunkt. Nach einem abgefälschten Distanzschuss von Klaas (33.) landete die folgende Ecke im Sechzehner des FSV, wo Baumann nur unzureichend klären konnte, sodass Köhler für Trapp auflegte, der zum 2:0 einnickte (34.). Die Lila-Weißen blieben weiter effektiv und schraubten vor der Pause gar noch auf 3:0: Nach einer starken Ablage von Higl machte Kunze die Kugel an der Sechzehnerkante fest und zog ab, von wo aus der Ball abgefälscht vom glücklos agierenden Baumann unhaltbar für Brinkies zum dritten Mal in die Maschen flog (44.). Anschließend ging es in die Pause, wobei das Spiel dank hocheffizienter und standardstarker Osnabrück schon so gut wie entschieden erschien.

Baumann köpft zum Anschluss

Enochs reagierte auf den sehr schwachen Auftritt im ersten Durchgang und brachte Starke und Hilßner für Routinier König und Youngster Gomez. Auch die restlichen Zwickauer agierten nun viel frischer und wacher. In der 51. Minute folgte dann der erste Torschuss des FSV. Nach Ablage von Göbel visierte Baumann das kurze Eck an, wo er VfL-Schlussmann Kühn zu einer ersten Parade zwang. Kurz darauf machte es der Angreifer besser. Nach einer Flanke von Schikora von der linken Seite an den ersten Pfosten setzte sich Baumann erneut durch und köpfte zum 1:3-Anschlusstreffer ein (57.). Die Zwickauer wollten nun nachlegen, doch wieder parierte Kühn, der dieses Mal einen Schuss von Starke entschärfte (64.). Das Momentum drohte vollends zu kippen, doch auch Baumann konnte nach einem missglückten Abschluss von Starke das Leder nicht zum zweiten Treffer über die Linie drücken (68.), sodass die Zeit immer weiter ablief.Die Gäste aus Niedersachsen konzentrierten sich nun vermehrt auf die Verteidigung und ließen lediglich Schüsse aus der Distanz zu. Einen solchen setzte Hilßner weit über das Gehäuse (73.).

VfL-Trainer Scherning reagierte nun auch personell und schickte Simakala und Gugganig für Köhler und Klaas aufs Feld, um mit frischen Kräften den Sieg über die Zeit zu bringen (75.). Der VfL agierte nun wieder aktiver. So setzte Beermann die Kugel nach einer Ecke von Opoku am Zwickauer Kasten vorbei (80.). Auf der Gegenseite hätte das 2:3 fallen müssen, doch Göbel traf nach einem Fehlgriff von Kühn den freien Kasten nicht (81.). Die Hausherren warfen trotzdem noch einmal alles nach vorne, doch für einen Treffer sollte es nicht mehr reichen. Entsprechend setzten sich die Lila-Weißen mit 3:1 beim FSV Zwickau durch und sicherten ihren 7. Platz mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang, ehe am kommenden Spieltag Viktoria Berlin gastiert. Auch der FSV Zwickau trifft am kommenden Mittwoch im Nachholspiel auf die Hauptstädter. Nach vier verlorenen Spielen sollten dann am besten beim 14. der Tabelle wieder Punkte folgen.

 

   
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