Nach Pokalspiel: 120 Hansa-Fans legen sich mit der Polizei an

Trotz großen Kampfes musste sich der FC Hansa Rostock am vergangenen Sonntag im Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:3 geschlagen geben. Doch wenige Minuten nach Abpfiff geriet der Fußball bereits in den Hintergrund. Nachdem die „Fanszene Rostock e.V.“ und die „Suptras Rostock ’01“ das Duell gegen den Zweitligisten boykotierten, kam es kurz vor und nach dem Abpfiff zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhänger der Rostockern und der Polizei. "Etwa 120 gewaltbereite Anhänger des F.C. Hansa Rostock zogen mit Sprechchören: „Fußball, Terror und Randale!“ kurz vor Spielende in Richtung DKB-Arena. Als sie dort auf Polizeikräfte trafen, bewarfen sie die Beamten und mehrere Dienstfahrzeuge mit Flaschen und Steinen", erklärte die Polizei Rostock in einer Pressemitteilung.

Drei Fans wurden festgenommen

Nachdem die Gruppe am Stadion angelangt war, stießen weitere Leute zu der Gruppe hinzu, die sich auf über 200 Menschen vergrößerte. Erneut wurden die Polizeibeamten mit Steinen, Flaschen sowie Pyrotechnik beworfen. Wie die Polizei mitteilte, entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden. Zudem wurden drei Leute festgenommen und bei 45 Personen Identitätsfeststellungen durchgeführt. "In diesem Zusammenhang appelliert die Rostocker Polizei an alle friedlichen Fußballfans, sich von gewalttätigen Aktionen zu distanzieren und polizeiliche Handlungsräume zu verlassen. Wer als Schaulustiger Randalierern vor Ort die Gelegenheit bietet, sich in der Masse zu verstecken, trägt in gewissem Maße zu diesen gewalttätigen Aktionen selbst mit bei", so die Polizeiinspektion.

FOTO: Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de

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