Nach Pleite gegen Hansa: Großer Frust beim FCM

Die Serie ist gerissen: Nach zehn Spielen ohne Niederlage musste sich der 1. FC Magdeburg dem F.C. Hansa Rostock am Samstag mit 0:1 geschlagen geben. Knackpunkt war der Gegentreffer in der 32. Minute.

Gegentor bricht dem FCM das Genick

Nein, über fehlende Chancen konnte sich der FCM in der Anfangsphase wahrlich nicht beschweren: Doch sowohl Bertram (3.), als auch Preißinger (26.) und Gjasula (30.) fanden ihren Meister in Hansa-Keeper Markus Kolke, der einen Sahnetag erwischte und zum Matchwinner auf Rostocker Seite avancierte. "Kolke hat den Rückstand fast im Alleingang verhindert", stellte Trainer Stefan Krämer im "Telekom"-Interview anerkennend fest und meinte zeitgleich: "Die erste halbe Stunde war richtig gut von uns." Doch auch wenn er damit Recht hatte: Der Gegentreffer durch Nik Omladic nach 32 Minuten brachte Magdeburg anschließend völlig aus dem Konzept: "Das blieb den Jungs bis zum Halbzeitpfiff in den Klamotten hängen. So stabil sind wir nicht", analysierte Krämer.

Doch auch im zweiten Durchgang konnte der FCM nicht an die Wucht aus den ersten 30 Minuten anknüpfen und blieb bis auf einen Kopfball von Beck, den Kolke parieren konnte (78.) ungefährlich und ideenlos. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir die Chancen nicht genutzt haben", so Krämer. Doch woran lag es, dass der FCM nach der Pause keinen Druck mehr aufbauen konnte? "Durch die zahlreichen Verletzungen haben uns die Mittel gefehlt, nochmal von der Bank nachlegen zu können", suchte der Magdeburger Übungsleiter nach einer Erklärung. Mit Anthony Rozen und Sirlod Conteh brachte Krämer zwar zwei frische Offensivkräfte, ihren Stempel konnten sie der Partie allerdings nicht mehr aufdrücken.

Enttäuschende Zwischenbilanz

Und so stand unter dem Strich die erste Niederlage seit dem 1. Spieltag. Kein Beinbruch, könnte man meinen. Doch weil der FCM zwischen dem 2. und 11. Spieltag lediglich drei Siege einfuhr und gleich siebenmal Unentschieden spielte, rangiert der Zweitliga-Absteiger auf einem mittelmäßigen zehnten Tabellenplatz. Die Fans, die erstmals nach drei Jahren wieder hüpfen durften, verabschiedeten die Mannschaft zwar mit aufmunterndem Applaus, doch zufriedenstellend ist die Ausbeute von 16 Punkten nach zwölf Spieltagen nicht. Die kommenden Tage dürften also etwas unruhiger werden. Besser machen kann es der FCM dann bereits am kommenden Freitag, wenn es zum Auswärtsspiel bei Viktoria Köln geht.

 

   
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