Nach Karriereende: Saarbrückens Golley will Feuerwehrmann werden

Mit 30 Jahren gehört Timm Golley beim 1. FC Saarbrücken zu den älteren Spielern – da überrascht es nicht, dass er sich Gedanken um die Zeit nach seiner Karriere macht und bereits einen konkreten Plan hat: "Ich will Feuerwehrmann werden", sagt er in der "Bild"-Zeitung.

Abschied im Sommer?

Seit 2019 spielt Golley für den FCS, am Saisonende läuft sein Vertrag aus. Ob er den Saarländern erhalten bleiben wird, scheint fraglich: "Fakt ist, dass ich nach der Saison Richtung Heimat will. 380 Kilometer nach Hause ist zu viel", äußert er sich gegenüber dem Blatt. "Meine Freundin schreibt gerade ihre Master-Arbeit. Dann kann sie nicht mehr pendeln. Ich werde erst mal zu ihr ziehen."

Ob er seine Profikarriere dann beendet, oder noch ein, zwei Jahre spielen wird, ist noch offen. Für die Zeit nach dem Leben als Fußballer steht aber bereits fest: "Ich bin eher einer, der aktiv ist. Ich bin nicht der klassische Bürotyp. Handwerker sind sehr gefragt, weil nach abgeschlossener Schule keiner mehr in die Ausbildung gehen will. Da ist ein Fehler im System." Als gelernter KFZ-Mechatroniker würde sich die Ausbildung zum Feuerwehrmann auf eineinhalb Jahren verkürzen.

"Ein schlampiges Genie"

Trainer Lukas Kwasniok macht sich um die Zukunft des 30-Jährigen keine Sorgen: "Ein schlampiges Genie, das als Schlitzohr außerhalb des Platzes durchs Leben geht. Mit ihm kann man sehr viel lachen und er ist klar im Kopf. Ich mache mir um andere Spieler nach der Laufbahn mehr Sorgen als um Timm."

Für das Heimspiel gegen Türkgücü München am Samstag wird er derweil noch nicht wieder zur Verfügung stehen: "Mittwoch bin ich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Fürs Wochenende kommt ein Einsatz noch zu früh." Der Mittelfeldspieler laborierte zuletzt an einer Patellasehnenreizung und ist seit Anfang März ohne Einsatz. Davor bestritt er 20 Partien.

 
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