Nach fünfter Niederlage in Folge: Frahn findet deutliche Worte

Das 1:3 in Rostock war für den Chemitzer FC bereits die fünfte Niederlage in Folge. Nur 16 Punkte aus 19 Ligaspielen bedeuten Rang 19 – nie war der Verein in einer Hinrunde der 3. Liga. Torjäger Daniel Frahn fand deshalb deutliche Worte, die tief blicken lassen. Fest steht: Im Derby gegen den FSV Zwickau stehen die Himmelblauen mächtig unter Druck. 

Frahn fordert: Fokus auf Fußball

Zehn Tore hat Daniel Frahn in dieser Spielzeit bereits erzielt. An ihm liegt es nicht, dass der Chemnitzer nach dem 1:3 gegen Hansa Rostock bereits elf Niederlagen und 34 Gegentore kassiert hat – es ist die Bilanz eines Absteigers. Und ein solcher wäre der CFC auch, wenn heute die Saison vorbei wäre. Da kann man im Lager der Himmelblauen von Glück reden, dass gerade einmal die Hälfte der Spielzeit absolviert ist. Grund zur Sorge hätte man in Chemnitz dennoch, wie die deutlichen Worte von Frahn unterstreichen. "Jede Woche quatschen wir dasselbe Zeug, aber wir ändern nichts daran", sagte Frahn der "Bild".

Doch damit nicht genug: "Jeder sollte sich jetzt sammeln, nach Hause gehen und in der Woche mal nur mit Fußball beschäftigen", forderte Frahn. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, vor allem in der derzeitigen Situation. Dass Frahn nun glaubt, genau das in aller Öffentlichkeit einfordern zu müssen, sagt einiges aus über den Zustand des Chemnitzer FC in diesen Tagen.

"Kann der Mannschaft nicht viel vorwerfen"

Es wäre auch die Aufgabe des Trainers Horst Steffen, dafür zu sorgen, dass es Aussagen wie die von Frahn nicht braucht. Das scheint ihm aber nur bedingt zu gelingen. Nach der Pleite in Rostock, bei der trotz einer spielerisch über weite Strecken recht ansehnlichen Leistung einzig Miroslav Slavov (46.) für Chemnitz traf, fokussierte sich Steffen auf Aussagen zum Spiel. Einen Grund für eine öffentliche Schelte, wie sie Frahn für angebracht hielt, schien er nicht zu sehen.

Stattdessen sagte Steffen, er habe nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer das Gefühl gehabt, dass "wir wirklich dran waren". Sein Team müsse die einfachen Gegentreffer künftig vermeiden, ansonsten könne er "der Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht viel vorwerfen". Es ist fraglich, ob allein das reicht, um im Derby gegen den FSV Zwickau, dem letzten Spiel des Jahres, mit einem Sieg die Abstiegsränge zu verlassen. Klar scheint: Bei einer Niederlage wird Steffen den Trainerstuhl räumen müssen. Einer Frage, ob er noch das Vertrauen der Verantwortlichen spüre, wich der Chefcoach nach dem Spiel am "Telekom"-Mikrofon genervt aus. Auch das lässt tief blicken.

   
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