Nach Fan-Kritik: SpVgg Bayreuth senkt Ticketpreise

Aufsteiger SpVgg Bayreuth hat auf die Kritik der Fans an den Ticketpreisen reagiert und die Eintrittspreise reduziert. Allerdings wird nun ein Tageskassen-Zuschlag fällig.

Ein Euro weniger pro Karte

"Ändert Eure Ticketpreise, aber prompt. Dann wundert ihr Euch auch nicht, dass keiner kommt", titelten die Fans des VfL Osnabrück am vergangenen Samstag beim Spiel in Bayreuth auf Spruchbändern, nachdem sie für einen Stehplatz an der Tageskasse 16 Euro zahlen mussten. Auch bei den Anhängern der SpVgg Bayreuth hatte es zuletzt Kritik an den Preisen gegeben, sodass sich der Aufsteiger nun dazu veranlasst sah, die Eintrittspreise, mit denen der Klub im Liga-Vergleich bislang auf Rang 7 lag, zu reduzieren.

Ab sofort kostet eine Vollzahler-Stehplatz-Karte im Vorverkauf nur noch 12 Euro statt wie bislang 13 Euro. Und auch der günstigste Sitzplatz (ohne Sichtbehinderung) ist nun schon ab 22 Euro erhältlich, nachdem bislang 23 Euro fällig wurden. Topspielzuschläge, wie zuletzt gegen den Vorjahressechsten Osnabrück, werden künftig ebenfalls maximal zwei Euro betragen. Bislang waren es drei Euro. Dafür fällt allerdings ab sofort ein Tageskassen-Zuschlag von zwei Euro pro Ticket an. Auch beim Kauf im Onlineshop wird eine händlerbedingte Warenkorbgebühr von zwei Euro fällig, "dies jedoch nur einmalig auf die gesamte Buchung unabhängig von der Anzahl der georderten Tickets", ließ der Aufsteiger wissen.

Mit der angepassten Preisgestaltung will der Klub einen Anreiz dafür schaffen, den Vorverkauf zu nutzen – zumal Kartenbesitzer direkt zum Einlass gehen können und sich nicht in die Schlange stellen müssen. Der Vorverkauf von Karten ist auch am Spieltag bis zum Anpfiff, an den zum Zeitpunkt geöffneten Stellen, sowie im Onlineshop möglich. Die Buchung eines Onlinetickets dauert weniger als drei Minuten, das Ticket ist auch digital auf dem Handy gültig.

Verein setzt "klares Zeichen"

Als Reaktion auf die Zuschauerzahlen der ersten beiden Heimspiele gegen Freiburg II (2.109) und Osnabrück (2.712) will Geschäftsführer Wolfgang Gruber die Preisanpassung derweil nicht verstanden wissen. Vielmehr sei es der Versuch, "der Diskussion, der zu hohen Eintrittspreise in der 3. Liga mit einem klaren Zeichen zu begegnen. Der Aufsteiger erhofft sich mit dem niederschwelligen Angebot auch, dass den Leistungen der Mannschaft bei den ersten beiden Heimspielen im Hans-Walter-Wild-Stadion nun auch die Resonanz der Zuschauer folgt.

Zudem soll somit die eingeschränkte Infrastruktur an den Zugängen zum Stadion weiter entlastet werden. "Bisher kauften 50 Prozent der Zuschauer ihre Karten noch an der Stadionkasse am Spieltag, was bei Zuschaueraufkommen ab 3.000 weder personell noch infrastrukturell zu unser aller Zufriedenheit zu stemmen ist“, äußert sich Geschäftsführer Jörg Schmalfuß und ergänzt: "Wie reibungslos auch 14.700 Zuschauer bei einer hohen Vorverkaufsquote ins Stadion kommen, hat das Pokalspiel gegen den HSV gezeigt.“

Die neuen Preise gelten ab sofort, also bereits zum Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am 27. August. "Wer seine Eintrittskarte hierfür bereits erworben hat, bekommt mit dem vierstelligen Ticketcode vom Spiel gegen Essen einen Rabatt für eine künftige Buchung. Nähere Informationen erhalten betroffene Ticketkäufer per Mail", teilte der Klub mit.

   
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